356 Zufällige Gedank uber die Worte:Freilich mus man aber, zweſtens„
nicht vergeſſen, das die Hemmung der*
Fruchtbarkeit unſer Erde, und das wieder-waͤrtige„muͤhſelige und ſchweiserregende beider Feldarbeit, in unſern Werken gegrün-Det ſei, oder um unſert willen geſchehe. Wowil man dieſes klaͤrer, als bei der gegen-waͤrtigen Beſchwerlichkeit der Ernte erblik-Ken? Die Felder waren fruchtbar„ dasKorn war ausbuͤndig gut gewachſen, ſeinSame war voͤllig; die Witterung drohetdaſſelbe zum teile zu zernichten, ia es ver-dirbet wurklich etwas: O Menſch! dieſerUnſegen iſt in deinen Werken. In der ugtuͤr-lichen Beſchaffenheit des Erdkoͤrpers und inDer Folge der Zeiten iſt dies nicht unbedingtnotwendig, alſo mus es ein Zufal ſein, dendein Verſehen erreget. Dies leren uns dieSeithücher, das iederzeit„ ſo ſer auch dieWitterung die Feldarbeit gehindert und denEinſchnitt verkuͤrzet hat, dennoch dadurch dieFruchtbarkeit der Erde micht aufgehoben,ſondern nach dieſem wieder die reichſte Erntegefolget iſt. i 991 998855
O wie fruchtbar iſt dieſe Bemerkung,das wir, bei der Bearbeitung der Erde,ihre Kraft durch unfre Vergehungen nicht
hindern: das wir um den Segen des Hoͤch-ſten bitten; und, wenn uns das gezeigteGut, durch unſre Schuld, nicht hat Weö d l den
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