Band 
I.ter Theil.
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90 Zwote Abth. Viertes Capitel.

Weg vor dem Vorgebuͤrge der guten Hofnung vorbey bekann-ter iſt, und daß er durch die Kenntniß von der Abweichung derMagnetnadel ſehr erleichtert werde; aber ſolche Vortheile bezie-hen ſich nur auf unſere gegenwaͤrtige Einſicht. Laſſet uns anneh-men, daß die Fahrwaſſer gleich gut bekannt ſind, und daß manweſtlich von America eben ſo viele Beobachtungen von der Ab-weichung der Magnetnadel habe, als oͤſtlich von demſelben, unddann fraͤgt es ſich, welcher Weg an ſich ſelbſt vorzuziehen ſey?Was man jetzt nicht weiß, kann zu anderer Zeit ins Licht geſetztſeyn, wenn man ſich darnach befleiſſiget. Aber ich habe ſchonzu viel geſagt von einer Unternehmung, die vermuthlich denNachkommen vorbehalten worden, ſie nach reiflicher Ueberlegungund angeſtellten Verſuchen entweder auszufuͤhren, oder zu ver-werfen.

Viertes Capitel.Vom unebenen auf der Obefflaͤche.

§. 29.

G er trockene Theil der Erde iſt bisher blos in Anſehung ſeiner

Groͤſſe, Lage und Umfang unterſucht worden, jetzt mußdie Geſtalt der oberſten Rinde naͤher betrachtet werden. Un-ſere eigene Augen, Waſſerzug und Abwaͤgungen uͤberzeugen unshierbey von einer beſtaͤndigen Abwechſelung. Bald ſteiget dieOberflaͤche der Erde mehr oder weniger ſchnell in die Hoͤhe, undmacht Hoͤhen von vielen Veraͤnderungen; bald ſenket ſie ſich, wo-durch Gruben und Thaͤler hervorgebracht werden; bald laͤuft ſiein flaches und ebenes Feld fort, doch gemeiniglich mehr oder we-niger abhaͤngig, obgleich ſolches zuweilen nicht ohne Beyhuͤlfedienlicher Werkzeuge bemerkt werden kann.

Die