Band 
I.ter Theil.
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93
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Vom unebenen auf der Oberflaͤche. 93

mehr und mehr aus, erreichen daher endlich einander, und ma-chen auf dem gemeinſchaftlichen Fuſſe Gruben, Thaͤler und Fel-der, woſelbſt ſich das Waſſer von Duͤnſten, geſchmolzenemSchnee und Eis ſammlet, und Quellen, Baͤche und Moraͤſteentſtehen. Zuoberſt auf dem Fuſſe koͤnnen keine Baͤume wach-ſen. Weiter unten koͤnnen ſie wohl fortkommen, doch wachſenſie gleichſam kriechend und ungewoͤhnlich klein, welcher Zwangmit der Hoͤhe nach und nach abnimmt, ſo daß unten auf dem Fuſ-ſe oft groſſe Waͤlder angetroffen werden. Der Theil eines Berg-ruͤcken in der Hoͤhe, wo das Holz aus ſeinem gewoͤhnlichen Wuchsgezwungen wird, hat eigentlich den Namen eines Gebuͤrges.Von dieſer Hauptſtrecke, welche nicht uneben mit einem Ruͤck-grad verglichen wird, gehen unter rechten Winkeln, oder ſolchen,die nicht ſehr davon abweichen, verſchiedene Seitenzweige, gleich-ſam als Rippen, ab. Dieſe gehoͤren zur zwoten Claſſe; ihreHoͤhe kommt zuweilen derjenigen von der erſten Claſſe gleich, undſie haben gaͤnzlich eben dieſelben Eigenſchaften; aber oft ſind ſie nie-driger, ſo daß ſie zuweilen, beſonders in einiger Entfernung vomHauptruͤcken, ganz mit Holz bewachſen ſeyn koͤnnen, denn je wei-ter ihre Entfernung davon wird, deſto geringer wird auch ge-woͤhnlich ihre Hoͤhe. Zwiſchen dieſen haben die groͤßten Fluͤſſeihren Weg. Die dritte Claſſe iſt noch niedriger, und oft nurHuͤgel, welche von Hauptzweigen, ſo wie dieſe von dem hoͤchſtenBergruͤcken ausſchieſſen. Baͤche, Stroͤme und kleinere Fluͤſſehaben zwiſchen ihnen ihren Lauf.

Was die beſtaͤndige Schneegraͤnze anlangt, ſo iſt ſie an un-gleichen Orten verſchieden. Nicht weit von der Linie nimmt ſienahe unter 2670 Faden Hoͤhe uͤbers Meer ihren Anfang(0), abernachher erhaͤlt ſie ſich nicht in ſolcher Hoͤhe, ſondern naͤhert ſichmehr und mehr der Waſſerflaͤche, je naͤher man nach den Polenfortgehet. Auf dem Berge Pico in Teneriffa, einige Gradeauſſer dem nordlichen Wendekreiſe, iſt ihre Hoͤhe ungefaͤhr 2600,

M 3 und(o) Pouguer Voy, au Perou.