Band 
I.ter Theil.
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194
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194 Zwote Abth. Sieb. C. Von unterird. Hoͤlen.

Daß die Waͤrme an einigen Orten derjenigen entgegengeſetztiſt, die man an der aͤuſſeren Luft findet, iſt eine Sache, womites eben die Beſchaffenheit hat, als wenn kuͤnſtliche Kaͤlte durchaͤuſſerliche Waͤrme vermehret wird. In einem Berge findetman mehr oder wenigere Salzarten; wenn dann die aͤuſſere Waͤr-me den Schnee auf dem Gipfel angreift, worunter eine Grotteiſt, ſo wird ſelbige mit einer ſolchen Miſchung umgeben, derendie Kunſt ſich bedienet, Kaͤlte hervorzubringen.

Zug, ungleiche Waͤrme im Luftkreiſe, und unterirrdiſcheGaͤnge u. m. koͤnnen verurſachen, daß gewiſſe Berge durch Spal-ten und Oefnungen mehr oder weniger heftige Winde ausblaſen.Und was die toͤdtenden Duͤnſte betrifft, ſo iſt es bekannt, daß be-ſonders ſchwefelartige ſolche Wuͤrkung haben, und die ſindet manauch wuͤrklich an den Orten, welche in dieſer Abſicht als gefaͤhr-lich bemerket worden.

§. 69.

Endlich trifft man in einigen, als der Baumanniſchen undScherzfeldiſchen Hoͤle, eine Menge Knochen und Zaͤhne. Esiſt glaublich, daß ſie, nachdem die Hoͤle bereits gebildet worden,durch gewaltſame Ueberſchwemmung dahin gekommen, und eingleiches ſcheinet auch von der Stauberde und der Menge vonPflanzentheilen, welche man an den erwaͤhnten Stellen findet, zugelten. Daß ſie bey irgend einer toͤdtlichen Viehſeuche hiehergeworfen worden, um dem gefaͤhrlichen Geruch vorzubeugen, oderdaß die Hoͤlen bey einem feindlichen Einfall zum Zufluchtsort ge-dienet, da dann das Ueberbleibſel des inzwiſchen geſchlachtetenoder geſtorbenen hier liegen geblieben, ſcheinet deſto wenigerwahrſcheinlich, da viele ſolche Knochen aufgegraben werden, wel-

che nie einheimiſchem Viehe haben zugehoͤrenkoͤnnen(c).(&) Vergl. J. G. Lebmann Spec. Orograph. gen. S. 8. 9. und vorherg.§. 55.

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Dritte