Band 
I.ter Theil.
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Ib

Dritte Abtheilung.

Vom Waſſer.

Erſtes Capitel.Von Queilen..§. 70.

n der vorhergehenden Abtheilung haben wir unſern Blick aufden trockenen Theil der Oberflaͤche der Erdkugel geworfen.Selbiger iſt doch ohne Feuchtigkeit als todt und ganz kraft-

los anzuſehen. Daher iſt eine anſehnliche Menge Waſſernoͤthig geweſen, die Haushaltung der Natur in ihrer Voll-kommenheit zu erhalten. Es iſt nicht genug, daß das Meerden groͤſten Theil der Erdrinde bedeckt; das Waſſer muſte auchherumgefuͤhret und durch das trockene geleitet werden, faſt wiedie Saͤfte in einem organiſchen Coͤrder. Die Quellen vertheilenvon den Hoͤhen kleine Waſſerlaͤufe, von welchen viele zuſam-menſtoſſen, und Baͤche ausmachen, deren Vereinigung kleineFluͤſſe, Strdme und groſſe Fluͤſſe hervorbringt, die ſich nachden niedrigſten Gegenden der Felder ziehen, und endlich entwe-der in Seen ſtehen bleiben, oder auch in das groſſe Weltmeerfallen. Hier haben ſie doch keine bleibende Staͤte. Das Waſ-ſer muß nicht an einer Stelle bleiben, daher wird es in ſo feineTheile aufgeloͤſet, die in der Luft ſchwimmen koͤnnen, ſie breitenſich umher aus, gerinnen endlich, fallen nieder, und nehmen ih-ren Lauf wieder zum Meer. Auf dieſe Art wird ein beſtaͤndigerUmlauf unterhalten. Es iſt nicht genug, daß unſere ganze Ku-gel jaͤhrlich eine ganze Reiſe um die Sonne, und taͤglich einen