204 Dritte Abtheil. Erſtes Cap.
Eine Quelle laͤuft abſatzweiſe, wenn es ihr an geſchmolze-nem Schnee und Eis, oder wovon ſie ſonſt ihren fuͤrnehmſtenZufluß hat, gebricht. Wenn die Wuͤrkung der Sonne gegenden Herbſt abnimmt, wird der Zufluß geringer, daher dann ihr
Lauf aufhoͤret, ſobald der Vorrath erſchoͤpft iſt. Diejenigen,welche zur Nachtzeit laufen, ſcheinen vom Thau unterhalten zuwerden; welche ſtundenweiſe flieſſen, laſſen ſich auf folgende Arterklaͤren. Es ſey B(Fig. 8.) eine Berghoͤle, die durch denGang A ihr Waſſer erhaͤlt, und bey D ihren Auslauf hat, ſoiſt klar, daß kein Tropfen ausflieſſen kann, bis die Waſſerflaͤchedie waagrechte Linie durch D erreicht hat, aber wohl, ſo bald ſiehoͤher ſteiget. Iſt der Auslauf bey E, oder niedriger als G,ſo faͤhret es fort auszuflieſſen, bis ſich ſeine Oberflaͤche bis HGgeſenkt hat.
§. 73.
Einige Quellen haben gegen Veraͤnderung des Wetters, desMondes u. dgl. beſondere Bewegungen.
Wetterlauniſches Waſſer wird von der Ausdehnung der un-terirrdiſchen Luft verurſacht, welche durch die Maſſe deſſelbendringet; daher rauſchet es und ſcheinet zu kochen. Von der Artiſt der Paderborn in Weſtphalen.
Andere werden gegen den Regen truͤbe. Denn wenn dieaͤuſſere Luft verduͤnnet wird, ſo gewinnet diejenige, welche inden Zwiſchenraͤumen des Waſſers eingeſchloſſen iſt, die Ober-hand, und bricht mit Heftigkeit hervor, wobey denn der Bodenaufgeruͤhret wird.
Im vorhergehenden ſind verſchiedene genannt, welche mitder Ebbe und Fluth in Verbindung ſtehen(h). Um den Wet-terſee ſollen dergleichen gefunden werden(1). Mitten auf demWunderberge in Polen iſt eine klare Quelle, deren Waſſermit ſtarkem Getoͤſe hervorkommt, und zwar allezeit deſto hefti-
ger,(5) 4. 71. ſem See. Plinius nennet einen( Tmeli Beſchreibung von die⸗ L. II. c. 103.
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