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das ſchwarze Meer, welches hoͤher liegt, als das mittellaͤndi-ſche. Die Loire ſoll nach der Abwaͤgung dreymahl ſo groſſenFall haben, als die Seine, gleichwol laͤuft die letztere faſt dop-pelt ſo geſchwinde, als die erſtere(T). Die Farth iſt daher beyweitem mit dem Falle des Bodens nicht in Verhaͤltniß. Dop-pelter Fall hat gemeiniglich drey bis viermahl groͤſſere Geſchwin-digkeit zur Folge. 8
Der Boden groſſer Fluͤſſe hat gegen den Auslauf eine ſehrgeringe Neigung; aber beym Anfange iſt ſie gemeiniglich amſtaͤrkſten..
Der Fall des Bodens iſt in einem und eben demſelbigen Fluß-ſe ſehr unterſchieden. Die Loire faͤllt an einigen Orten einenFuß auf 1520, und an andern Stellen auf 2490; ja die Seinefaͤllt zuweilen nicht mehr als einen Fuß auf 6600(); der ei-gentlich ſo genannte Amazonenfluß u. Fuß auf 80 Meilen(„)die Marwede, von Hardinfeld bis Dordrecht, 9 Linien a1195 Fuß, und ſodann bis zum Meere nur ſo viel auf 9550Fuß(2). 88
Daher muß die Geſchwindigkeit eines Stroms an verſchie-denen Stellen ungleich ſeyn, welches auch die Erfahrung beſtaͤr-ket. Auſſerdem kann noch eine andere Urſache hiezu etwas bey-tragen, naͤmlich die Zuſammenziehung oder Oefnung der Ufer,denn ſo lange ein Fluß gleichen Zufluß vom Waſſer hat, bleibtſeine ganze Oberflaͤche unveraͤndert, und es laͤuft durch alleDurchſchnitte, welche man auf derſelben machen kann, jeden Au-genblick gleich viel Waſſer; es muß daher groͤſſere Geſchwindig-keit haben, wenn es zuſammen gedraͤngt wird, und geringere,wenn es mehr Raum gewinnet.
Wenn kein Widerſtand waͤre, ſo muͤſte ein Strom deſtoſchneller werden, je weiter er von ſeinem Urſprunge entfernet iſt,
aber() De la Condamine Voy. de laRiviere des Amazones.
(2) Lulof a. St.§. 386,
(x) Pieccard Traite de Nivelle-ment.—