242 D Dritte Abtheil. Viertes Cap.
See keinen andern Zufluß, als durch die Gaͤnge FE. Nun be-kommt zwar der Zirknizer See noch von g Fluͤſſen Waſſer, aberer giebt auch durch zwey Hoͤlen M, welche Mala⸗ und Welka-karlouza genannt werden, und mitten durch Klippen gehen, ei-ne groſſe Menge Waſſer von ſich in den Fluß Jerſero, welcherauſſerdem noch mit dem untern Waſſerhaͤlter einen Zuſammen-hang haben muß. Denn wenn der Zirknizer See allein durchdie Mala⸗karlouza abflieſſet, welches niedriger liegt, als Wel-ka, ſo nimmt der Jerſero zwar ab, aber er laͤuft doch noch zweyTage, nachdem der See ganz leer geworden. Das Waſſer wirdalſo durch drey Wege abgefuͤhret. Dieſen Abfluß koͤnnen die achtFluͤſſe nicht erſetzen, und er muß daher in einer gewiſſen Zeit tro-cken werden, bis der obere Waſſerhaͤlter, oder der Riederſchlag,ihm zureichlichen Unterhalt giebt.
Was die hervorkommenden Waſſervoͤgel betrifft, ſo ſind ſievermuthlich in den Hoͤlen um den obern See gebruͤtet. Ihrſchwaches Geſicht, wenn ſie erſt an das Licht kommen, beweiſetgenug, daß ſie lange im dunkeln geweſen ſind. Die Figur derGaͤnge, ihre Lage und Weite kann verurſachen, daß ſie nicht al-le Voͤgel heraufbringen.
Bey Kauten in Preuſſen ſoll ein See ſeyn, welcher dreyJahre voll Waſſer und fiſchreich iſt, aber nachher drey andereJahre einen trockenen und beſaͤeten Boden hat, worauf er wie-der voll wird, und ſo weiter abwechſelt(*).
Nach Anleitung der vorhergehenden Erklaͤrung findet manleicht, wie dergleichen Wuͤrkungen moͤglich ſind. Die Naturkann wohl oft dergleichen Wuͤrkungen durch verſchiedene Mittelhervorbringen, aber was ſie in jedem beſondern Falle vor wel-che anwendet, muß an Ort und Stelle aus den Umſtaͤnden er-forſchet werden.
§. 90.
—) Churfuͤrſt Friedrich Wilhelm Sees angeſtellet haben. Act. Acad.von Brandenburg ſoll einmahl eine N. C. Dec. II, n, 5.Haſen⸗Jagd auf dem Boden dieſes