234 Dritte Abtheil. Fuͤnftes Cap.
Zweifeln unterworfen iſt, ſo ſcheinet das Meerſchwein in ſo kurzerZeit nicht den Weg um ganz Africa genommen zu haben. Eswaͤre dies wenigſtens ein ganz beſonderer Zufall. In der Meer-enge Babelmandel liegt eine kleine Inſul gleichen Namens na-he an dem arabiſchen Ufer, und ſie haben beide von einem da-neben liegenden Berge an der africaniſchen Kuͤſte den Namen
erhalten(Q.).
Bey den uͤbrigen Meerbuſen duͤrfen wir uns nicht beſonders
§. 96.Die Beſchaffenheit des Meerbodens iſt uͤberhaupt dem tro-
aufhalten.
ckenen Lande gleich.
Es iſt da eine beſtaͤndige Abwechſelung
von Klippen, Huͤgeln und Thaͤlern(hh); man findet allerhandSchichten von Stein und loſern Erdmaterien(); es entſpringenda auch Quellen verſchiedener Art(½).
Jahre der Hegira. S. Mund. ſubt.Tom. I.
(g20 Der arabiſche ErdbeſchreiberAbulfedba nennet ſie Almondub, dasiſt, der Berg Mondubs⸗Hafen. Mon-dub ſoll Weinort bedeuten, von derarabiſchen Wurzel Naduba, flevitmper mortuum, indem ehedem die-jenigen, welche aus der Meerengefuhren, als Todte beweinet wurden.S. Voy. à l'Arabie heureuſe 1708-1710, angeſtellet von Merveille undChamploret von St. Malo, und her-ausgegeben von la Roqwe.
(„b) Im Canal ſoll die Tiefe aufzwo Schiffslaͤngen ſich von 30 zu 100Faden veraͤndern. Boyle de fundomaris. Sollten hier nicht Klippenſeyn? Ohne Zweifel. Man verglei-che das vorher angefuͤhrte vom Hrn.Buache uͤber dieſe Meerenge verfer-tigte Profil. Blinde Klippen ken-nen die Seefahrenden mehr, als hieraufgerechnet werden können.
(i) Auf den Maldiviſchen Inſulnwird nur mit harten Steinen gebau-
In
et, welche aus einer Tiefe von vielenFaden geholet werden. Vor Mar-ſeille wird ein ſchoͤner Marmor ge-brochen. Marſigli fand im mittel-laͤndiſchen Meere Lagen von Bitu-men, Salz, u. m. ja Prof. Donatihat die Schichten des Meergrundesim adriatiſchen Meere mit vielerMuͤhe unterſucht, und ſie von Mar-mor, harten Felsſteinarten, Sand,allerhand mageren und fetten Erdar-ten, mit Kies, Metallen u. m. ver-miſcht, gefunden, welche ſaͤmtlich mitBetten von Schlamm, Sand und un-zaͤhligen Meerthieren, mehrentheilszu einer ſteinharten Maſſe zuſammen-gewachſen, bedeckt waren. Dieſe Bet-ten erhoͤhen ſich jaͤhrlich. Er hat meh-reneheils gefunden, daß die Schichtenmit dem naͤchſtgraͤnzenden Lande pa-rallel gehen, und eben den Gehalt ha-ben. Bey Sibinico ſollen die Bettender Seegewuͤrme 600 Fuß tief ſeyn.Storia nat. marina dell'adriatico.( Linſobot berichtet, daß bey der
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Inſul