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Vom Weltmeere. 257und ungefaͤhr auf 30 Grad davon abweichet, ſo muß auch dieMeeresfluth ſich darnach richten. Wenn der Mond in dennordlichen Zeichen ſtehet, ſo iſt auch in der nordlichen Halbkugeldie Fluth ſtaͤrker, welche ſich ereignet, wenn der Mond uͤber denHorizont ſtehet, und mit der naͤchſtfolgenden iſt es umgekehrt.Auf entgegen geſetzte Art verhaͤlt es ſich, wenn der Mond in denfuͤdlichen Zeichen iſt. Alles dies wird durch Betrachtung derFig. 13. deutlich. M ſey der Ort, wo der Mond vor 3 Stun-den geſtanden, man ziehe MN durch den Mittelpunct der ErdeC, und beſchreibe eine Ellipſoide, deren laͤngſte Axe Na½ iſt, ſoſtellet ſie die Oberflaͤche des Waſſers vor, wie ſie drey Stundennachher iſt, nachdem der Mond uͤber Z weggegangen iſt. Wennnun Pp die Erdaxe iſt, Dl die Linie, und HUR der Horizont,ſo wird ZA der Parallelkreis, in welchem der Mond den ganzenTag gehet. Da alſo CZ groͤſſer iſt, als CA, ſo muß die Fluthauf der nordlichen Halbkugel uͤber dem Geſichtskreiſe groͤſſer ſeyn,als diejenige, die zur ſelbigen Zeit unter demſelben iſt; da aberCB kleiner, als CN iſt, ſo muß ſolches auf der ſuͤdlichen Halb-kugel umgekehrt ſeyn. Eine ſolche Ungleichheit iſt nothwendigbis ZN und Dl zuſammenfaͤllt.
Der Abſtand der Sonne, imgleichen des Mondes von derErde, ſind das ganze Jahr durch nicht gleich, ſondern ſehr ver-ſchieden. Die Sonne iſt um der Winter⸗Sonnenwende der Er-de ungefaͤhr 444000 Meilen naͤher, als um der Sommer⸗Son-nenwende. Die Mondbahn iſt auch elliptiſch, aber veraͤnderlich,ſo daß man keinen gewiſſen Unterſcheid feſtſeten kann. DieſeUmſtaͤnde haben doch auf die Ebbe und Fluth einen merklichenEinfluß.
Bisher iſt die Erde ſo angeſehen worden, als wenn ſie mitWaſſer uͤber und uͤber bedeckt waͤre; aber die Sache verhaͤlt ſichſo nicht, daher muͤſſen in der Hoͤhe der Meereswechſel, ihren Zei-ten und Wegen verſchiedene Veraͤnderungen entſtehen. Da, woweitgeſtreckte Laͤnder, Meerengen oder ausgehende Stroͤme der
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