Band 
I.ter Theil.
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340
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340 Vierte Abtheil. Fuͤnftes Cap.

weſtwind mit ſchwarzen Wolken, Regen und Sturm vom Aprilbis zum October, aber die uͤbrige ſechs Monathe iſt der Himmelklar, und ein gelinder Nord⸗Oſt. Zwiſchen Madagaſcar, Ja-va und Sumatra, vom zweeten bis zehnten Grade ſuͤdlicherBreite, blaͤſet der Suͤdoſtwind vom May bis zum October, aberden Reſt des Jahres iſt der Wind Nordweſt. Von Sumatralaͤngſt der Chineſiſchen Kuͤſte gehet Nord⸗Nordoſt im Octoberund die folgenden ſechs Monathe, aber den uͤbrigen Theil desJahres Suͤd⸗Suͤdweſt. Zwiſchen Java, Timor, Neuhol-land und Neu⸗Guinea theilet ſich der Wind das erſtere halbeJahr nach Norden und Nordweſten, aber vom April gehet ernach Suͤdoſt. Bey der Kuͤſte von Braſilien iſt der Wind vomApril bis zum September Suͤdweſt, aber nachher Nordoſt(X).Wenn die Paſſatwinde umwechſeln, iſt die Luft an einigen Ortengleichſam unentſchloſſen, wohin ſie ſich wenden ſoll, wobey ſichgerne Regen, Donnerwetter und Stuͤrme einfinden; aber anandern Stellen gehet ſie geſchwinde in die entgegengeſetzte Ge-gend uͤber.

Eine ſolche Abwechſelung findet man auf der See, aber ſieiſt auch auf dem trockenen Lande nicht ſelten, ob ſie gleich oͤfterabaͤndert. Auf Malabar regieret ein oͤſtlicher Wind vom Se-ptember zum April von Mitternacht bis Mittag, und die uͤbri-gen 12 Stunden ein ſchwaͤcherer und weſtlicher Wind. Ebenſolches merket man auch noch 6 oder 7 Meilen vom Ufer. Aufden Kuͤſten von Neuſpanien und Congo regieren die Landwindedes Nachts und die Seewinde des Tages. Auf Jamaica we-het es die Nachtzeit von allen Seiten. Auf Domingo entſte-het gemeiniglich ein oͤſtlicher Wind vom Meere von 10 Uhr vorMittage, und um 6 oder 7 Uhr erhebet ſich ein weſtlicher Windrom Lande, und haͤlt die ganze Nacht an(*).

Bey

(x) Muſchenbrock Einl. zur Na⸗(v) Buͤffon a. St. 1. S. 458-turkunde c. 41. 477.