Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 369
Jahre untergraben(t). Die Inſul Pontico bey Negroponte,verſank, mit vielen andern in der Nachbarſchaft zugleich im Jahr758(u), und 1763 den 1 Sept. ein Stuͤck Land von der InſulBanda Necra, 5 Meilen im Umkreiſe, mit Menſchen undVieh(Xx).
Die feſten Pfeiler der Erdkugel, die Berge, ſind eben der-gleichen Zerſtoͤhrungen ausgeſetzt. Gewiſſe Hoͤhen ſetzen ſichnach und nach, und faſt unmerklich. Craichs Thurm in Der-bysſchire, konnte vor dieſem von einer gewiſſen Stelle zwiſchenHopton und Wirksworth nicht geſehen werden, der doch nach-her von ſelbiger Stelle, bis zu einen Theil der Kirche, durch dieSinkung eines dazwiſchen liegenden Berges ſichtbar gewor-den(). Eben dergleichen giebt man auch von einem Orte beyFolkſtone in Kent und in Irrland vor(2). Wenn dieſe Sen-kung ungleich geſchiehet, ſo entſtehen dadurch Spalten. EinBerg in Kinzerwiigs Gaͤlde in Norrwegen, von 200 Fadenhoch, ſpaltete ſich vor vielen Jahren. Anfangs war die Oefnungklein, nach der Hand ward ſie ſo breit, daß man nicht daruͤberſchreiten konnte, und endlich 10 Ellen weit. Der eine Theil lie-get nun 6 bis 8 Ellen tiefer, als der andere(a). Das DorfPlurs in der Schweitz, ward 1618 den 25 Auguſt mit 2000Menſchen, von einem losgeworfenen Bergſtuͤcke zu Grunde ge-richtet, und ließ einen groſſen See nach, vermuthlich wegenVerſtopfung des Fluſſes Mairas(5). Die weſtliche Seite vonDiableret in Walliſerland, ſtuͤrzte 1714 den 14 Sept. nieder,uͤberſchuͤttete viele Menſchen und Vieh, und veraͤnderte den Wegvon vier Baͤchen. Der niedergeſunkene Theil iſt ſo groß, daßman ihn in einer Stunde weder der Laͤnge noch Breite nach, uͤber-gehen kann(5). In Italien bey Norica, ſpaltete ſich ein
Theil(t) Pontoppidan. 2) Phil. trans. abr. Vol. IV. P.(u¹) Schwed. Poſtzeitung n. 56. 2. S. 248.(x) Poſtzeitung 1764. n. 38.(a) Pontoppidan.O) Raiug.(b) Camerarii disſert. VI-
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr. Aaa