Fuͤnfte Abtheil. Zweites Cap.
Theil von einem Berge, und verſank ſo tief, daß eine Schnurvon 294 Faden den Grund nicht erreichte. Den 24 Jun. 1765,ſank der Montepiano in Neapolis** Quadratmeilen groß, ſodaß man jetzt kaum die Stelle ſiehet. Zugleich ſonderte ſich einKreitberg davon ab, unter welchem viele Menſchen begrabenwurden(). Dieſe und andere dergleichen Begebenheiten, ent-ſtehen von der Setzung des Grundes, von dem Untergraben desWaſſers, vom unterirrdiſchem Feuer, u. m. Ja in Schluch-tern, ſoll vor einigen Jahren ein heftiger, 4 Wochen langer Re-gen, das Feld ſo entbloͤſſet haben, daß die Huͤgel ſich nach undnach mit der uͤbrigen Oberflaͤche gleich geſetzt(M7). Wenn nundas geſunkene auf unterirrdiſches Waſſer trift, ſo kann eine Ue-berſchwemmung davon entſtehen.
Von der ungleichen Waͤrme und Feuchtigkeit der Luft, ver-wittern viele von den haͤrteren Steinarten. Grobe Felskieſelwerden an der Sonne calciniret, und werden auswendig mit ei-ner loſen und weiſſen Rinde umzogen; wenn dieſelbige weggeſpuͤ-let iſt, zeigen ſich an vielen Stellen auf der Oberflaͤche des SteinsRaͤnde Quarz, und mit Glimmer umfaßte Eiſengranate(·).Ein Theil Kalk⸗Schifer⸗Sand⸗ und Kiesſtein faͤllt mit der Zeitzu Staub. Den Hunnebergs⸗Trapp habe ich gegen Tage miteiner muͤrbern ausgelacktem Rinde umgeben gefunden. DieBerge zwiſchen Abo und Wiburg beſtehen groͤßtentheils ausSteinen, die ſich ſelbſt verzehren, und ſind von Spat, Quarzund Glimmer zuſammengeſetzt. Sie ſcheinen hart zu ſeyn, fal-len aber doch von einander(f). Ja ſelbſt der weiſſe Feldſpathaͤlt die verzehrende Kraft der Zeit nicht allenthalben aus(2).Sollten wohl nicht die Berge Epopus, Cibotus, und Feigiusin Aethiopien, aus dieſem Grunde zerſtoͤhret worden ſeyn()?Sollten wohl nicht die Klippen bey Greifenſtein, Ehrenfried-
richs-(c) Poſtzeit. n. 65.(†) W. Aec. Handl. 1757.
(4) Poſtzeit. 1760. 2—) Herr Rinmann,(9) Plinius.
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