Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 382
der Veſuv ſeinem Ausbruche iſt, deſto gelinder die Erdbeben inder Gegend werden, welches eine Gemeinſchaft mit der Tiefe zubemerken ſcheinet. Wie wuͤrde ſich auch ein verloͤſchter Vulcanſelbſt wieder entzuͤnden koͤnnen? Wie wuͤrde ſich auch ſo vielesWaſſer, als zuweilen ausgeworfen wird, in dem Berge hinaufſammlen koͤnnen, der faſt beſtaͤndig warm iſt? und warum ſollteer es nicht gleich anfangs ausſpeyen, wenn es geſammleter Nie-derſchlag waͤre?
Die Berge, welche durch Feuerſpeyen zuſammengehaͤufetſind, haben wohl auch Schichten, obgleich keine waagrechte, undbeſtehen aus Aſche, verbrannter und verſchlackter Materie. Bim-ſtein iſt kaum etwas anders, als ausgebrannte Steinkohlen oderSchifer. Ihre Figur gleicht einem Kegel, und der groͤßte Theilder ſo genannten Pico duͤrften feuerſpeyende Klippen ſeyn, diedurch ihre Auswuͤrfe einen coniſchen Ueberzug erhalten, oder indieſer Geſtalt zugerichtet worden. Man findet dergleichen hieund dort auf groſſen Bergruͤcken, aber ohne ordentliche und uͤber-einſtimmende Seiten. Man hat die groſſen Steinpfeiler, dieman in Irrland und anderwaͤrts ſindet, auch als Wuͤrkungenvom unterirrdiſchen Feuer anzuſehen angefangen(r). Wenig-ſtens iſt es gewiß, daß man ſie an vielen Orten findet, wo deut-liche Spuren vom Feuerſpeyen uͤbrig ſind.
Die Vulcane legen ſich nach heftigen Ausbruͤchen, ja manmerket zuweilen nicht einmahl Rauch; aber nach einiger Zeitfaͤnget ihre Gewaltzmkeit wieder an. Verſchloſſenes Feuer undein anſehnlicher Zugang zu brennbaren Materien kann auf vielehundert Jahre zureichen. Je mehr Kies die Steinkohlen ent-halten, deſto laͤnger dauren ſie im Feuer; Oel und Salz ver-
Ccc 2 miſcht(rr) Siehe hievon den Baſaltes handlung ein, darin bewieſen wer-
der Alten,§. 33. Herr Marets gab den ſoll, daß dieſe Pfeiler durch un-den 3. Jul. 1765. bey der Könlgl. terirrdiſch Feuer aus einer Art Gra-
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Wiſſenſch. Acad. in Paris eine Ab⸗ nit zubereitet worden.