Band 
I.ter Theil.
Seite
388
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388 Fuͤnfte Abtheil. Zweites Cap.

miſcht, brennet zweymahl ſo lange, u. ſ. w. Zuweilen gebrichtes doch an Materie, und dann verloͤſchen die Vulcane(§).

§. 150.

Die Bewegung des Waſſers macht auf der Oberflaͤcheunſerer Erdkugel viele Veraͤnderungen. Nach der Fahrt deſſel-ben, ſeiner Menge, der Feſtigkeit des Bodens, ſeiner Eigen-ſchaft und Figur wird eine groͤſſere oder geringere Anzahl Erd-theilchen mit weggenommen, die ſich davon wieder trennen undzu Boden fallen, wenn die Geſchwindigkeit des Waſſers bis aufeinen gewiſſen Grad nachlaͤſſet. Sollten hievon wohl die kleinenInſuln entſtanden ſeyn, die man gemeiniglich an den Muͤndun-gen groſſer Fluͤſſe findet? Die Rhone ſetzet jaͤhrlich in Langue-doc Land an. Mittelmaͤßig truͤbes Waſſer ſoll*½ Theil Er-de enthalten(t); der Rhein 58*1(u). Ja der kleine FlußSaale bey Naumburg, kann in 24 Stunden durch einen loth-rechten Abſchnitt uͤber 561705 Cubiefuß Schlamm wegfuͤhren(X).

Die Hoͤhen werden jaͤhrlich vom Regen entbloͤſſet. Erdeund Verwitterungsrinden werden weggeſpuͤlet und in die Fluͤſſegefuͤhret. Wolkenbruͤche wuͤrken noch gewaltſamer. In derNacht zwiſchen den 19 und 20 Auguſt 1740 fiel in Dalby Kirch-ſpiel in Wermeland 8 Stunden lang ein ſolcher Regenguß, daßverſchiedene Hoͤhen erweicht und weggefuͤhret wurden, inſonder-heit betraf ſolches einen hohen Berg, Lidſcheere genannt, wel-cher riß und an verſchiedenen Stellen nieder fiel, wovon die klei-nern Theile vom Waſſer weggefuͤhret wurden(/). Im Junius176; ſoll ſich das Waſſer bey Canton ſo vermehret haben, daß

es0) S. Herr Prof. Wallerii diff. Meer von zugefuͤhrter Auffuͤllung inee“ 8 348 Jahren? Zoll erhoͤhet werde.faͤhrlichen Niederſchlag 290 Zoll an, I1I1e Eehacha hinendaß davon der dritte Theil durch 1 GFlüſſe ins Meer gehe, und daß die 100 Jahren einen Fuß hoͤher wer-

Oberflaͤche des Waſſers doppelt ſo den.groß ſey, als des trockenen Landes. 0) Hamb. Mag. III.

Darnach rechnet er aus, daß das) Wiſſ. Ac. Handl. 1747.