Band 
I.ter Theil.
Seite
389
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Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 389

es 4000 Haͤuſer zu Grunde gerichtet, und in der naͤchſten Land-ſchaft eine ganze Stadt von 10000 Einwohnern zerſtoͤhret. DasWaſſer ſtieg an letztern Orte 30 Fuß uͤber die gewoͤhnliche Hoͤ-he(2). Was vor eine ungeheure Menge Erde wird bey alledieſem nicht jaͤhrlich ins Meer gefuͤhret, die alſo den Boden deſ-ſelben anſehnlich erhoͤhen muß.

Aber die loſeren Materien ſind es nicht allein, welche vomWaſſer weggefuͤhret werden, die feſteſten Klippen werden abge-nutzt. In den Bergen an den Syriſchen und PhoniciſchenKuͤſten ſind vor dieſem fuͤr das Meerwaſſer Teiche ausgehauengeweſen, damit das Waſſer darin ſein Salz laſſen moͤgte, aberſie ſind nun durch die Wuͤrkung der Wellen unbrauchbar gewor-den(4). Ueber das Gebuͤrge Limur in Norrwegen, laͤuftein Fluß mitten durch eine hellgraue Marmorwand. Die Oef-nung iſt meiſt mit Buͤſchen bedeckt, aber wenn man dahin kommt,ſo findet man einen gewoͤlbeten marmornen verborgenen Gang, 8bis 10 Fuß breit, und 6 Fuß hoch, der verſchiedene Kruͤmmun-gen hat. Ueber den Fluß iſt eine drey Finger dicke Marmorde-cke, wodurch man durch einige Oefnungen das darunter weglau-fende Waſſer ſiehet. Auf dem Gipfel, ungefaͤhr 100 Faden hoͤ-her lieget ein See, der ſich nach und nach durchgegraben. Diejetzige Oberdecke iſt ohne Zweifel vorher der Boden geweſen, uͤberwelchen der Fluß ſeinen Lauf gehabt hat. Nachher hat er ſichtiefer durchgeſchnitten, und vermuthlich wird der jetzige Bodenin Zukunft eine gleiche Decke().

Rieſentoͤpfe werden noch taͤglich ausgehoͤlet, wo Stein oderGraus durch die Bewegung des Waſſers herumgefuͤhret wird.Auf einer Klippe in Kokare Fjaͤrden in Finland, ſind 6 Stuͤ-cke. Der ſeichteſte, der noch unter Waſſer ſtehet, ward vor ei-nigen 30 Jahren angefangen, und iſt nun 1Fuß tief(c). Sol-

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Cec 3(2) Schw. Poſtzeitung.(e) Herr Obriſter und Ritter(a) Dr. Sharwv. Nordenſchoͤld hat dieſe Steinaus-

() Pontoppidan. holung von Anfange an geſehen,un