Band 
I.ter Theil.
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390 Fuͤnfte Abtheil. Zweites Cap.

che Anmerkungen uͤber dasjenige, was nun eaͤglich geſchiehet,zeugen deutlich, daß ſolche Wuͤrkungen anderwaͤrts von derſelbi-gen Urſache entſtanden, ob ſie gleich jetzt uͤber dem Waſſer ſte-hen. Man findet dergleichen in Jemteland, in Weſtergoth-land, in Bohuslehn(4). In America unter Cohoes Fallgegen die Feſtung Nicolſon, in Hudſons Fluß(e), und anvielen andern Orten. Sie ſind alle an dem Abhange von einemBerge, wo das Waſſer hat hinfallen koͤnnen, nie oben auf den-ſelben. Sie ſind zum Theil zween bis drey Faden tief, ablangoder rund, allezeit ganz eben, und zuweilen liegen die Steinenoch darin, durch deren Herumfuͤhrung die Hoͤle ausgegrabenworden. Der ſo genannte Fongeſtein in dem Berge Salt-marsudde auf der Inſul Landsort, in den Scheeren von So-dermannland, hat einen ſolchen Urſprung. Er iſt in einer ein-waͤrts ſchmalern Hoͤle eingeſchloſſen, die ihre Oefnung gegen Suͤ-den hat. Dieſer Stein war anfangs nur durch Spalten von denWaͤnden getrennet. Nachher hat ihn der Suͤd⸗ und Weſtwindmit dann darauf ſtoſſenden Wellen umgedrehet, wodurch er ſicheinen groͤſſern Raum gerieben, und jetzt iſt er ſelbſt rund und dieWaͤnde ganz glatt. Wenn die Winde hier hinein dringen, dre-het er ſich mit Geſchwindigkeit um ſeinen Mittelpunct, ſonſt aberliegt er ſtille(F).

Das Waſſer aͤndert ſeinen Weg oft auf der Erdoberflaͤche.Der Fluß Wade in Nord-Helſingland, ſchnitte ſich 1762 den5 May in wenig Stunden mit ſchrecklichem Gepolter einen neuenWeg aus, von 1328 Fuß Laänge und 21 Fuß hohen Waſſerfall.Der alte Boden des Fluſſes lieget jetzt u1½ Fuß hoͤher, als dieneue Waſſerflaͤche. Die mittlere Tiefe des Fluſſes iſt 4 bis 6Fuß. Dieſe Veraͤnderung geſchahe bey einem ploͤtzlichen Eis-bruch von ſtarken nachtreibenden Winden unterſtuͤtzt. Die Erdewar loſe. Vielleicht hat auch eine verborgene Ader lange an

dieſerund der Koͤnigl. Wiſſ. Acad. daruͤ⸗(h W. Ac. Handl. 1743.

ber eine Nachricht mit beygefuͤgter(e) Herr Kalms Am. R. III.Charte eingereichet. y Act. Upſal,