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I.ter Theil.
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445
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Von Vermehrung der Pflanzen. 445

ſtalten, welche man Fortpflanzungstheile nennen koͤnnte,(fru-Etificatio) und beſtehen gemeiniglich aus Blumenblaͤtter(bra-Ctea), Blumendecke(calix), der Crone(Corolla), Staub-faͤden(ſtamina), Stempel(piſtillum). Es iſt nicht unſe-re Abſicht, dieſelben genauer zu beſchreiben, ſondern nur anzu-merken, daß die unumgaͤnglich nothwendigen Theile der Blumenſind, Staubmehl(pollex), welches in den Staubkoͤlbchen(antherae) abgeſondert wird, und die Narbe(ſtigma) einTheil vom Stempel.§. 208.

Die Alten haben ſchon von dem Geſchlechte und der Befruch-tung der Pflanzen einige Vermuthung gehabt, aber nur in denletztern Zeiten iſt dieſe Sache auſſer allen Zweifel geſetzt(c).Daß die Staubfaͤden Maͤnnchen ſind, deren Staubmehl denStempel befruchten muß, wird unlaͤugbar, wenn man erwaͤget,daß die Maͤnnchen und Weibchen zu derſelben Zeit hervorkom-men; daß ſie eine zur Befruchtung noͤthige Stellung haben; daßdie Weibchen zur Aufkeimung untauglichen Saamen geben, wenndie Maͤnnchen vor der Zeit abgeſchnitten werden; daß alles, wasdie Befruchtung hindert, dem Saamen ſchadet, und umgekehrt;und noch vielerley mehr Umſtaͤnde, welche, dieſe Wahrheit zuTage zu legen, zuſammenſtimmen(d).

Mehrentheils ſindet man die Maͤnnchen und Weibchen ineinerley Blume, einige haben doch verſchiedene, maͤnnliche undweibliche Blumen, ja ein Theil hat dieſelben auf verſchiedenenStangen.

Wie die Befruchtung ſelbſt geſchiehet, iſt noch ein Geheim-niß. Daß das Staubmehl nicht zu der Saamenmaterie kom-

Kkk 3 me,(c) Herr A. u. R. v. Limé hat Schlupfwinkel der Natur zu drin-

dieſen Satz mit vielen Gruͤnden be⸗ 1ſtärket, der ſo wohl hier als in allen 1 8 S. ü öandern Theilen der Naturkunde ei⸗ demie 88 Petersbur be8 Ne 2 ee Beantwortung der Fras weh Ge-welt dienen kan, in die verborgenſten ſch b 3

hlecht der Pflanzen. 1760.