Band 
I.ter Theil.
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451
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Von den Thieren uͤberhaupt. 451

Seele eine mit den Eindruͤcken uͤbereinſtimmende Vorſtellungbeybringen, iſt ein Geheimniß, und duͤrfte es auch wohl nochlange bleiben. b

Gewiſſe Nerven ſind, vermuthlich durch einen beſondern Bau,geſchickt, ſolche einzelne Veraͤnderungen zu merken, fuͤr welchealle andere fuͤhllos ſind. Solche beſondere Empfindungen wer-den aͤuſſere Sinne genannt, und wir wiſſen von nicht mehr, alsfuͤnf dergleichen. Es iſt fuͤr uns auch unmoͤglich, uns von meh-rern, als wir ſelbſt haben, oder wenigſtens einmahl gehabt ha-ben, einen gehoͤrigen Begriff zu machen, denn wer von der Ge-burt an blind geweſen, wird nie begreifen, was bas Sehen ſa-gen will, u. ſ. w.

Das Gefuͤhl(tactus) wird derjenige aͤuſſerliche Sinn ge-nannt, wodurch wir durch die Beruͤhrung von allerhand Coͤrperneinen Begriff erlangen. Es hat bey Menſchen und Thieren ſei-nen Sitz dicht unter der aͤuſſerſten Haut, mit welcher die Endenvieler Nerven, inſonderheit auf den Fingern, bekleidet ſind.Was dieſer Sinn bey dem groͤßten Theile anderer Thiere vorVeraͤnderungen untergehet, und ob die Wuͤrmer keinen andernSinn haben, oder ob die Fuͤhlfaͤden(tentacula) das Werk-zeug zu einem Sinn, deſſen wir beraubt ſind, abgeben, iſt ganzunbekannt. Voͤgel, Fiſche, Inſecten, Schlangen, und einigeandere Thiere, ſcheinen nicht damit begabt zu ſeyn.

Der Geſchmack hat ſeinen Sitz auf der Zunge, woſelbſt dieEnden der Nerven eine eigene buͤſchelfoͤrmige Figur haben. Aufdenſelben wuͤrken inſonderheit ſalzartige und aufloͤsliche Materien,ob ſich gleich glaublich der Geſchmack auch auf einige Art nachdem Gefuͤhl richtet.

In der Naſe findet man Nerven von der Beſchaffenheit, daßdadurch ein Theil der in der Luft ſchwimmenden Coͤrperchen be-merket werden kann. Die Thiere, welche einen feinern Geruchnoͤthig haben, ſind hiezu durch groͤſſere Vollkommenheit desWerkzeuges ausgeruͤſtet. Die Wuͤrmer ſcheinen dieſes Sinnes

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