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Erster Band.
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Buch II. lvap. 1. §. 1(5.

Habenden zu einer gewissen Gestalt oder zu einem andern Zweckder Art. Der Mensch erzeugt einen Menschen und die Pflanzeeine Pflanze aus dem Stoff’, der jedem derselben zum Grunde liegt.Der Zeit nach muss also nothwendig die Materie und die Er-zeugung das erste sein, dem Begriff nach aber das Wesen unddie Form eines jeden.

54. Organe sind auch die Theile der Pflanzen, aber ganzeinfache, z. B. das Blatt die Bedeckung der Fruchthülle, diese dieder Frucht, die Wurzeln ein Analogon des Mundes, denn beidenehmen die Nahrung ein.

55. 5\ eil die Natur der Pflanzen stetig ist, so hat sie nichtvielerlei nicht homöomere Theile. Denn zu wenigen Functionenbedarf sie nur weniger Organe. Deshalb müssen sie für sich be-trachtet werden nach ihrer Eigenthümlichkeit.

oli. So glauben wir das Zusammengesetzte zu kennen, wennwir wissen, aus was und aus nie vielem es besteht. Ferner wennsich ein Theil eines Körpers um irgend ein Maass vergrössertoder verkleinert, so muss das nothwendig auch der Körper tliun.Theil aber nenne ich etwas von dem, in was das vorhandeneGanze zerlegt wird. Wenn nun ein Thier oder eine Pflanze derGrösse oder Kleinheit nach unmöglich ein ganz unbestimmtesMaass haben kann, so ist klar, dass das auch keiner ihrer Theilehaben kann; denn mit dem Ganzen verhält es sich, wie mit denTheilen. Dergleichen Theile des Thiers sind Fleisch und Knochen,der Pflanze die Früchte.

57. Offenbar ist das Entstehende durchaus unvollendet undseinem Princip nachstrebend (s/P aQ'/ji' lö r), so dass, was zuletztwird, der Natur nach zuerst ist. Endzweck aber alles dessen, wasentsteht, ist der Trieb (die freie Ortsbewegung; vergl. die An-merkung zu Nr. 13). Daher sind zwar Einige wegen Mangel an

54 ) De animalib. II, cap. 1. pag. 412 b.

55 ) De partib. animal. II, cap. 10. pag. 665 a, 666 b.

56 ) Fhysic. auscultat. I, cap. 4. pag. 187 b.

57 ) Ibid. VIII, cap. 7. pag. 261 a.