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Buch II. Kap. 1. §. 16.
Organen ganz bewegungslos, wie die Pflanzen und viele Gattungender Thiere; in den Vollendeten aber waltet der Trieb.
58. Offenbar walten in den Thieren alle diese Arten; ichmeine die, wozu das Hechts und Links gehört, doch in einigen
nur einige, in den Pflanzen nur das Oben und Unten. Denn
von diesen dreien, — ich meine vom Oben und Unten, Vorn undHinten, Hechts und Links, — ist jedes gleichsam ein Princip.Denn der Vernunft gemäss walten diese Gegensätze sämmtlich inden vollendeten Körpern; das Oben aber ist das Princip derLänge, das Hechts das der Breite, das Vorn das der Tiefe. Dochanders verhält es sich hinsichtlich der Bewegung. Hier nenne ichPrincipe, von wo aus die Bewegungen bei denen, die sie haben,anfangen. Vom Oben aber ist das Wachsthum, vom Rechts dieOrtsbewegung, vom Vorn die sinnliche Wahrnehmung; denn vornnenne ich das, wo sich die Sinneswerkzeuge befinden. Dahermuss man nicht an jedem Körper das Oben und Unten, Rechtsund Links, Vorn und Hinten suchen ; sondern nur bei den be-seelten , die ein Princip der Bewegung haben. Denn bei keinemder Unbeseelten sehen wir, woher sie ein Princip der Bewegung
haben sollten.Auch ist das Oben und Unten allem Beseelten,
sowohl den Thieren wie den Pflanzen gemeinsam; das Hechts undLinks aber waltet nicht bei den Pflanzen.
59. Von den sechs Verschiedenheiten, die an den Lebendigenvorzukommen pflegen, dem Oben, dem Unten, dem Vorn, demHinten, dem Hechts und dem Links, kommt das Oben und Untenallen Lebendigen zu, nicht bloss den Thieren, sondern auch denPflanzen. Es unterscheidet sich aber an sich selbst, und nichtbloss nach der Stellung gegen Erde und Himmel. Denn von wodie Verbreitung der Nahrung und das Wachsthum ausgehen, dasist bei jedem das Oben; und wohin jene zuletzt gelangt, das istunten; eins ist Anfang, das andere Ende, Anfang aber das Oben.Nun will es aber scheinen, als wäre den Pflanzen mehr das Unten
58) De coelo II, cap. 2. pa<j. 284 b.
59) De incessti animal, cap. 4. pay- 705 a. b.Meyer, Gosch, d. Itotnnik. I.
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