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Euch II. Kap. 1. §. 16.
aus allen einfachen Körpern. Die Erde waltet in allen, weil jederder einfachen Körper an seinem eigenen Ort am meisten undhäufigsten ist: das Wasser, weil das Zusammengesetzte fixirt wer-den muss, unter den einfachen Körpern aber nur das Wasserzum Fixiren geeignet ist, auch weil die Erde ohne Feuchtigkeitnicht zusammen bleiben kann, sondern jene sie zusammenhält:denn wenn das Feuchte ganz aus ihr entweicht, so zerfällt sie.Aus diesen Ursachen walten die Erde und das Wasser; die Luftaber und das Feuer, weil sic der Erde und dem Wasser entgegen-gesetzt sind. Die Erde ist der Luft, das Wasser dem Feuer ent-«reffeno-esetzt, so weit ein Wesen dem andern Wesen entgegen-gesetzt sein kann. Wenn nun die Erzeugungen aus Entgegen-gesetztem erfolgen, und die Einen Aeussersten der Gegensätzeworin walten, so müssen nothwendig auch die andern darin walten,so dass sich in jedem Zusammengesetzten alle vier einfachen Kör-per befinden. Dasselbe scheint auch eines jeden Nahrung zu be-zeugen. Alles ernährt sich von dem, woraus es besteht, und allesernährt sich von mehrerem; auch was sich nur von Einem zunähren scheint, wie die Pflanzen von Wasser, ernährt sich vonmehrerem; denn Erde ist mit dem Wasser vermischt. Daher auchdie Landleute mit Mischungen (oder wie Wimmer liest: mit zu-gemischtem Dünger) zu begiessen pflegen.
76. Dass die verschiedenen Arten des Geschmacks Erlei-dungen oder Beraubungen nicht alles Trockenen, sondern nurdes Ernährenden sind, lässt sich daraus abnehmen, dass wederTrockenes ohne Feuchtes noch Feuchtes ohne Trockenes ist.Keins davon für sich allein, sondern nur Gemischtes giebt denThieren (oder auch selbst den Pflanzen, nach einer andern Les-art) Nahrung. Und es ist der von den Thieren eingenommenenNahrung eigenthiimlich, dass diejenigen unter den sinnlichenDingen, die durch Berührung (der Zunge) wirken, das Wachs-thum und die Abnahme bewirken. Die Ursache davon ist diedamit eingenommene Wärme und Kälte, denn diese bewirken das
70 ) De sensu et sensibil. cap. 4. pag, 441 b.