Band 
Erster Band.
Seite
140
JPEG-Download
 

140

Buch II. Kap. 1. §. 16.

wachsen sie zu üppig, wie die fetten Böcke, die minder brünstigsind. Daher lässt man sie abmagern, und von sehr üppigenWeinstöcken sagt man mit Bezug auf dieses Verhalten sie bocken(iQctyctv).

134. Die fetten Böcke sind minder brünstig, daher man dieWeinstöke, wenn sie weniger tragen, bockig nennt.

135. Bei den nicht schreitenden Thieren, wie bei den Schal-thieren und denen, welche angewachsen leben, indem sie einden Pflanzen ähnliches Wesen haben, fehlt, wie bei diesen, dasWeibliche und das Männliche. Gleichwohl werden sie nach derAelmlichkeit und Analogie männlich und weiblich genannt; denneinen gewissen geringen Unterschied der Art haben sie allerdings.Auch unter den Bäumen tragen einige derselben Gattung Frucht,andere tragen keine Frucht, unterstützen aber die fruchtbarenbeim Garmachen der Früchte, wie das der Fall ist bei der Feigeund dem Caprificus (der wilden Feige).

135. Mit Unrecht sagen Einige, alle Fische wären weiblichausser den Knorpelfischen; denn bei diesen, meinen sie, unter-scheiden sich die, welche man männlich nennt, von den weiblichenwie bei den Pflanzen, von denen einige Frucht tragen, anderenicht, wie der zahme und wilde Oelbaum, die zahme und wildeFei o-e

O

137. Bei allen vierfüssigen Thieren ist das Eine weiblich,das andere männlich; nicht so bei den Schalthieren, sondern beidiesen ist es wie bei den Pflanzen, von denen einige reichlichtragen, andere nicht.

138. Die wilden Feigen haben in Früchten den sogenanntenPsen (Cynips Psenes Linne.).... Zuerst entsteht er als Made,dann, nachdem die Haut geplatzt, fliegt der Psen, dieselbe ver-

13-5) llistor. animal. I r , cap. 14. pag. 546 a.135) De generat. animal. i, cap. 1. pag. 7lob.130) Ibid. 111, cap. 5. pag. 755 b.

137) Histor. animal. IV, cap. 11. pag. 537 a.

138) Ibid. I', cap. 32. pag. 557 b.