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Buch II. Kap. 1. §. 16.
lassend, heraus und bohrt sich in die Früchte der zahmen Feige,und bewirkt durch seine Stiche, dass dieselben nicht (vor derReife) abfallen. Daher die Landleute die Früchte der wildenFeige um die zahmen befestigen, und wilde Bäume neben diezahmen pflanzen.
139. Bei den Eiern scheidet sich das männliche Princip daaus, wo das Ei mit der Gebärmutter zusammenhängt.. .. Ebenso verhält es sich mit den Samen der Pflanzen; denn das untereEnde der Samen, die das Princip enthalten, ist angewachsen ent-weder am Zweige, oder im Kelche, oder in der Fruchthülle. Dasist klar bei den Hülsenfrüchten; denn da, wo sich die beidenKlappen (die Kotyledonen) der Bohne und ähnlicher Samen be-finden, da sind sie angewachsen, und da befindet sich das Prin-cip des Samens.
140. Sobald die Leibesfrucht zusammengetreten ist, so ver-hält sie sich wie bei den Saaten. Denn auch die Samen habenihren ersten Anfang bei sich selbst. Sobald aber dieser, welcherder Möglichkeit nach zuerst war, ausgeschieden ist, so geht vonihm der Keim und die Wurzel aus. Letztere ist es, welche dieNahrung einnimmt; denn die Pflanze bedarf des TVachsthums.So waltet auch gewissermassen als besonders förderlich der An-fang in der Leibesfrucht, in welcher der Möglichkeit nach dieTheile schon vorhanden waren. Daher in der That das Herz zu-erst ausgeschieden wird.
141. Man könnte den Zweifel aufwerfen, wenn das BlutNahrung ist, das Herz aber schon mit Blut gefüllt entsteht, —das Blut aber ist Nahrung, und die Nahrung kommt von aussen;— woher kam dann die erste Nahrung? Es ist jedoch nichtrichtig, dass jede Nahrung von aussen kommt, sondern ursprüng-lich, wie die Samen der Pflanzen etwas Milchartiges enthalten,ist auch in der Materie des Thiers der Ueberschuss des sie Bil-
139 ) De general, animal. III, cap. 2. pag. 752 a.
140 ) lbid. II, cap. 4. pag. 73.9 b.
141 ) lbid. II, cap. 4. pag. 740 b.