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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2. §. 17.

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An den öffentlichen Angelegenheiten scheint er sich wenigbetheiligt zu haben. Die Nachricht bei Plutarehos '), er habezweimal sein Vaterland von der Tyrannei errettet, stellt zu ver-einzelt, um Glauben zu verdienen. Manche kleine Züge, die vonihm erzählt werden, deuten vielmehr auf ein zwar mit regelmässigerThätigkeit durchwehtes, sonst aber stilles und behagliches 4\ ohl-lebcn. Dahin rechne ich seinen gewählten Anzug, seine regeTheilnahme an den Freuden der Tafel, seine Abneigung gegenden Ehestand, in den er nie getreten, und dessen Gefahren undWiderwärtigkeiten er in einem uns nur noch in lateinischer Ueber-setzung erhaltenen Fiagment mit grellen Farben schildert '-).

Ilaller 3 4 ) rühmt seinen bewunderswürdigen Scharfblick undausserordentlichen Fleiss in Erforschung der Aehnlichkeiten Unter-schiede und besondern Beschaffenheiten der Pflanzen, und lügthinzu, das alles habe er nicht aus andern Schriftstellern entlehnt,sondern auf Reisen durch ganz Griechenland an der Geburtsstätteder Pflanzen selbst aufgezeichnet. Nicht viel weniger günstigurtheilte Sprengel über ihn in der ersten Auflage seiner Geschichteder Medicin vom Jahre 1792. „Er scheint Reisen durch ganzGriechenland unternommen zu haben, heisst es unterandern 2 1 );wenigstens sind manche seiner Beschreibungen der Pflanzen wahr-scheinlich an Ort und Stelle aufgesetzt. Die Beschreibung derBinseninseln auf dem orchotnenischen See ist zum Beispiel hin-reichend.“ Ganz anders lautet desselben Kritikers Ausspruch 1807in der Ilistoria rei herbariae, und noch etwas später 1817 in derGeschichte der Botanik. Hier lesen wir schon 5 ): „Beschreibun-gen fehlen entweder völlig, oder sie sind äusserst mangelhaft. Jada er nie grössere Reisen unternommen zu haben scheint, so ver-

1) Plutarch. aduers. Colotetn y vol. ll y pag. 112b edit. Butet. Pari!,.

2) Theophr. opera edid. Schneider I, pag. 221 sqq.

3) Haller bibl. bot. 7, pag. 33 — 34.

4) Sprengel Oesch , der Medicin erste Attß. I. S. 330. In den folgendenAusgaben bleibt das Botanische über Theophrastos weg.

5) Desselben Gesell, der Bot. I. S. 37,