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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2. §. 18.

es, wenn sich Theophrastos ein für allemal darüber aussprach.Wir wissen nicht, oh er es wirklich gethan, und das ist bei demVerlust der meisten seiner Werke kein Wunder. Ist es aber o-e-schchen, so löst sich dadurch das obige Küthsel beinahe vollständigEs bedurfte dann natürlich keiner speeiellen Citate des Aristoteles,der Antheil desselben an allen Werken des Theophrastos durfteals bekannt vorausgesetzt, eine Wiederholung am gelegenen Ortenicht gescheut werden. Späteren Grammatikern, unter denen sich•besonders zwei, Andronikos Klio dios und llcrmippos, mitden Schriften des Theophrastos beschäftigt zu haben scheinen '),konnten den Verfasser und den Herausgeber nur zu leicht ver-wechseln, und mussten bei solchen Schriften, woran beide mehroder weniger Tlieil hatten, vollends in Verlegenheit geratheu.Herrschten aber solche Zweifel bei einigen Werken, so konntensie sich in noch späterer Zeit auch auf solche Werke erstrecken,die man früher als entschieden aristotelisch oder theophrastischbetrachtet hatte.

Es bleibt nur noch die doppelte Keihe unzweifelhaft ächtaristotelischer und ächt theophrastischer Schriften unter ganz oderfast gleichen Titeln zu betrachten übrig. Die Absicht, seinesgrossen Meisters Leistungen durch neue Bearbeitungen derselbenGegenstände zu überbieten, können wir vernünftiger Weise demTheophrastos nicht Zutrauen Seine Aufgabe war, Lücken aus-zufüllen, im Allgemeinen aufgestellte Gedanken weiter zu verfolgenund im Besondern zu bewähren, dieselben Gegenstände von Seitenher, von denen sie Aristoteles unberührt gelassen hatte, zu be-leuchten, und dergleichen mehr. In einem einzelnen Fall sagtuns Cicero ganz bestimmt, dass es sich wirklich so verhalten.„Durch Aristoteles , sagt er •) kennen wir die Sitten EinrichtungenVerfassungen nicht nur aller griechischen, sondern auch ausländi-schen Staaten; durch Theophrastos auch ihre Gesetze.“ So diente

1) Vcrgl. Fabric. bibl. Graec. 111 , pay. 412,444 und 445 , und Schneiderin Theophr. oprra \\ pay. 234.

2) Cicero de Jinibus V. cap. 4.