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Buch II. Kap. 2. §. 20.
fasser im dritten Kapitel sogar von drei Klassen riechender undschmeckender Dinge spricht, von den Pflanzen, den Thieren, undandern Dingen, die entweder künstlich gemischt, oder von Naturverändert werden, und dann doch das ganze Buch hindurch aus-schliesslich vom Geschmack und Geruch der Pflanzen handelt:so könnte man leicht auf die Vermuthung kommen, es läge unsnur noch der dritte Theil eines umfassenderen Werkes über Ge-schmack und Geruch überhaupt vor. Erinnern wir uns jedoch,dass nächst dem Ackerbau und der Baumzucht die Rhizotomiedas vornehmste Gewerbe war, welches sich mit Pflanzen be-schäftigte, so leuchtet ein, dass so wenig die Ai'zneipflanzen undderen Säfte in der Pflanzengeschichte, eben so wenig das, wasTheophrastos deren Ursachen nennt, in diesem Werk übergangenwerden konnten.
Als Probe der Behandlung gebe ich jetzt ein Paar Stückeaus der Pflanzengeschichte in treuer Uebersetzung.
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§. 21 .
Zwei Bruchstücke aus der Pflanzengeschichte desTheophrastos als Probe der Behandlung.
Buch I. Kap. 1. Die Unterschiede und sonstige Natur derPflanzen sind zu entnehmen aus ihren Theilen Erleidungen Ent-stehungs- und Lebensweisen; denn Gewohnheiten und Handlungenwie die Thiere haben sie nicht. In Bezug auf die EntstehungErleidungen und Lebensweisen sind die Unterschiede einleuchten-der und leichter, verwickelter sind dagegen die, welche sich aufdie Tlieile beziehen. Denn zuvörderst steht nicht einmal hin-länglich fest, was man Theil, was man nicht Theil nennen muss, son-dern das hat seine Schwierigkeit. Ein Theil nämlich, da er zurbesondern Natur (des Ganzen) gehört, scheint etwas Bleibendeszu sein, entweder von Haus aus, oder nachdem er entstanden,wie bei den Thieren die Theile, welche später zu kommen be-stimmt sind, es sei denn, er gehe durch Krankheit Alter oderVerletzung verloren. Unter den Pflanzentheilen sind jedoch einigeMeyer, Gcch. d. Botanik. I. 12