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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2. §. 21.

der Art, dass sie nur eine jährige Dauer haben, wie die Blume,das Kätzchen, das Blatt, die Frucht, kurz alles, was vor oder mitden Früchten entsteht, sogar der Keim selbst, denn stets be-kommen die Bäume Nachwuchs im Laufe des Jahrs sowohl nachoben zu, wie an den "Wurzeln. Daher, wenn man das alles fürTheile nimmt, die Menge demselben eine unbestimmte wird undsich keineswegs gleich bleibt; nimmt man cs aber nicht für Theile,so tritt der Fall ein, dass das, was die Pflanzen vollständig machtund darstellt, nicht Theile sind : denn indem sie keimen sich be-lauben und Frucht haben, erscheinen und sind sie alle schönernnd vollständiger. Das ungefähr sind jene Schwierigkeiten. Viel-leicht muss die Untersuchung aber nicht überall auf gleiche AVeisegeführt werden, w r eder was das übrige noch was die Entstehungbetrifft. Denn die Embryonen sind allerdings nicht Theile derThiere. Dass die Pflanzen um die Zeit am schönsten aussehen,ist indess kein Beweis, weil auch die Thiere, wenn sie trächtigsind, sich wohler befinden. Aber viele Thiere werfen gleichfallsjährlich Theile ab, wie der Hirsch das Geweih, die AVinterscliläferdie Federn, und das Ilaar die A'icrfiissler. Unstatthaft ist dasalso durchaus nicht, und auch sonst ein dem Laubfall ähnlichesErleiden. Sogar dass die zur Fortpflanzung dienenden Theileverloren gehen, ist nicht unstatthaft, da auch bei den Thiercneinige derselben bei der Geburt, andere bei der Reinigung, alsder Natur entfremdet, abgehen. Auf ähnliche AVeise scheint essich mit der Keimung zu verhalten; denn auch die Keimung istgewiss der vollständigen Fortpflanzung wegen. Ueberhaupt mussaber, wie gesagt, nicht alles wie bei den Thieren genommen wer-den; und so ist auch die Zahl unbestimmt, denn überall kann diePflanze sprossen, weil sie überall lebendig ist. Auf solche Artist dies aufzufassen, nicht allein für diesen Fall, sondern auch derfolgenden wegen. Denn was zur A 7 erglcichung nicht angethan ist,damit soll man sich durchaus nicht abmühen, um nicht auch dender Sache angemessenen Gesichtspunkt zu verlieren.

Die Geschichte der Pflanzen beschäftigt sich aber, um es kurzzu sagen, entweder mit den äusseren Theilen und der ganzen