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Buch II. Kap. 2. §. 21.
Es keimen aber die Gerste und der Weizen einblätterig, dieErbse, die Bohne und die Kicher vielblätterig >). Die Wurzelaber haben alle Hülsenfriiebte holzig und einfach, doch an der-selben dünne Auswüchse. Die tiefste Wurzel unter ihnen hat dieKicher, doch macht sie zuweilen auch Seitenzweige. Der Weizendacegen, die Gerste und die übrigen Getreidearten sind viel- undfeinwurzelig, daher schopfartig; und viclzweigig und vielstengeligsind sie alle.
Auch darin sind sie einander beinahe entgegengesetzt, dassdie Hülsenfrüchte mit Ausnahme der Bohne, indem sie einwurze-lio- sind, am Stengel aufwärts viele Seitenzweige haben, die viel-wurzeligen Getreidearten dagegen zwar viele Keime treiben, dochohne Seitenknospen, ausgenommen etwa eine Weizenart, die manSitania oder Krithania nennt.
Den Winter über bleibt nun das Getreide in der Grüne, sowie sich jedoch die Jahreszeit erheitert, treibt es den Stengel ausseiner Mitte, und wird knotig. Schon am dritten, bei einigen amvierten Knoten bilden sich die Aehren, wiewohl in der Scheide
Mir scheint die AenderuDg eines einzigen Buchstabens hinreichend, um jedeSchwierigkeit zu heben, statt xctfr' civu'c lese ich xalhtnrd. Denn die \ er-setzung der Worte 117V (i'tv < 5 iCuv tvfrii TrotuofteToötti in eine frühere Zeileberuht auf Gaza’s Autorität, und ward von Heinsius, Stackhouse und Schnei-der angenommen. Beinahe so wie ich übersetzte, erklärte schon Sprengeldiese Stelle in seinem Commentar dazu, worin er seine eigene Uebersetzungberichtigte. Mit Bezug hierauf sagt Wimmer am Schluss seiner langen An-merkung : Aliam longe interpretalionem dedit Sprengel , rjuem refntare supersedeo.Ich wünschte, er hätte sich diese Mühe nicht gespart. Seine eigene ganzeArgumentation beruht darauf, dass die Samen der Gräser sich nicht in Theiletrennten. Das ist vom Embryo gesagt richtig, von der ganzen Carvopsisaber, die Theophrastos vor Augen hatte, unrichtig; und darauf gründenSprengel und ich unsre Erklärung.
1 ) Der Ausdruck v i elb lä tt er i g beweist, dass hiervon Kotyledonen nichtdie Itede ist, dass Theophrastos dieselben gar nicht zu den Blättern rechnete.Das Blattfederchen sah er bei den Leguminosen mehrblätterig, bei denGräsern scheinbar einblätterig, weil die Blätter einander einwickeln unddem Auge entziehen.