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Erster Band.
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Buch II. Kap. 2. §. 22.

nicht sichtbar, — an der ganzen Staude ') bilden sich aber derenmehrere, — so dass sie sich beinahe zugleich mit dem Halm oderwenig später bildet. Sichtbar wird sie indess nicht, bevor sie in-nerhalb der Hülle zugenommen hat, dann aber erkennt man dieTrächtigkeit durch die Scheide hindurch. Gleich nach dem Schos-sen fängt in vier bis fünf Tagen sowohl der Weizen wie auch dieGerste an zu blühen, und blühet ungefähr eben so lange; die aberdie meisten Tage angeben, sagen, dass sie in sieben Tagenabblühen.

Bei den Hülsenfrüchten aber währt das Blühen lange, amlängsten bei der Erve und Kicher, doch vor allen und in dereigenthiimlichsten Weise bei der Bohne; denn man sagt, sie blühevierzig Tage lang, doch so, dass immer eine nach der andernblühe, sagen Einige, — denn sie blühe nach und nach —, Andreüberhaupt. Denn die ährentragenden Pflanzen blühen auf einmal,die hülsentragenden aber, und alle Feldfrüchte unter denselben,nach und nach. Zuerst blühen die untern Blumen und, nachdemsie verbliiheten, die folgenden, und so schreitet das Blühen stetsnach oben zu fort. Daher Erven nicht selten abgerupft werden,nachdem sie unten schon entblättert sind, während sie oben nochvöllig grünen.

§• 22 .

Ausgaben und literarische IIülfsmittel zum Ver-ständniss der botanischen Werke des T h eo p hras t o s.

Die ichtigkeit dieses Schriftstellers für die gesammte Ge-schichte der Botanik gestattet mir nicht, mich hier mit einer

1) ’/.V toi oho xcdraio), per lolum cuhnum, übersetzte Gaza , und kein Er-klärer fand Anstoss. • Dass aber xi'd.nuo; hier nicht der einzelne Halm, son-dern die Gesammtheit der aus einem Korn entsprungenen Halme bedeute,versteht sich von selbst, da jeder Halm nur eine Aehre trägt, und Theo-phrastos selbst ihm die Seitentriebe abspricht. Ob die vorhandenen Wortediese Bedeutung haben können (ich suchte vergeblich nach einer Parallel-stelle), ob vielleicht xtofivlho, oder was sonst zu lesen sei, überlasse ich denPhilologen.