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Erster Band.
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Buch III. Kap. 2. §. 21.

chert hätte, und zwar ohne Aberglauben und Aufschneiderei (amyorjTeictg ie v.cii aluZovtiag), welche Andreas später einführte.“Und gleich darauf, nachdem er andere Schriftsteller über Arznei-mittellehre empfohlen: „Aber des Andreas und ähnlicher Auf-schneider ist rathsam sich zu enthalten.“ Wie reimt sich das ?Hatte Galenos einen andern Andreas als Dioskorides imSinn? Das nimmt Sprengel 1 ) als völlig gewiss an, und beziehtdie angeführten Stellen auf Andreas den Sohn des Chry-sareus, der ein einziges mal in den hippokratischen Glossen desGalenos als Schriftsteller über die Nomenelatur der Arzneimittelgenannt wird. Rosenbaum dagegen, der den Andreas Kary-stios, und eben so den Andreas Bi bl i ä gi s th os von demgleichnamigen Herophileer unterscheiden möchte, und überhauptzu dergleichen Trennungen nur zu geneigt ist, bemüht sich indiesem Fall umgekehrt, die Identität des Chrysariden mit demHerophileer wahrscheinlich zu machen 2 ), Keinem der beidenkann ich vollständig beitreten. Mit Sprengel halte ich den Sohndes Chrvsareus für einen weit jüngeren unbedeutendenSchriftsteller. Ganz unstatthaft war es aber, alles, was von irgendeinem nicht näher bezeichneten Andreas gesagt wird, ohne be-stimmte Gründe, also willkürlich zum Theil dem Herophileer, zumTheil dem Chrysariden zuzuschreiben: und darin verdiente Spren-gel gewiss Rosenbaums Rüge. „Dass dieser Andreas ( derChrysaride), sagt Roseubaum, jünger sein sollte als der Kary-stier oder Herophileer, lässt sich aus der Glosse selbst nichtnachweisen. “ Ich will versuchen, es aus ihr wenigstens wahr-scheinlich zu machen, und rücke zu dem Zweck die Glosseselbst hier ein 3 ).

„Indikon. Die, welche über die Nomenelatur der Arznei-

J) Sprengel Gesch. d. Med. (4. Aufl.) S. 594f. und 11: (5. Aug.J S. 194.

2) liosenbaums Anmerk. 2tS zu Sprengel a. a. O. S. 550. Vorsichtigeräussert sich derselbe auf der folgenden Seite gegen dasEnde der Anmerk. 30.

3) Galeni opp. ed. Kühn XIX, pag. 105. Wegen der Orthographie desNamens Menestheus vergleiche man die Ausgabe von Franzi us bei seinemE r o t i an o s.