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Buch III. Kap. 2. §. 33.
einmal das ist richtig. Mein verehrter Freund di Visiani in Pa-dua , den ich um nähere Auskunft über jene Handschrift bat, ant-wortete mir: „Pour vous satisfaire ä legard du Codex du Cratevas,que Mr. Sprengel assure exister dans la bibliotheque de Venise,je me suis porte tout expres en eette ville; mais h^las! j’en airemporte la conviction, <jue ce Codex ti’y a jamais existd. Surquoije crois fermement, que le voyageur, qui a rapporte celä ä Mr.Sprengel, s’est trompe sur le nom de la ville; car on m’a dit äYenise, que le seul Codex qui existe du Cratevas , cst ä Viennedans la bibliotheque Imperiale. Vous pouvez constater celä aise-ment.“ — Auf die wiener Handschrift werde ich sogleich zurück-kommen, nachdem wir nur noch einen Augenblick bei Anguillara verweilten. Bei ihm kommt Krateuas vor Seite 2Ü, 27*, 92 dreimal, 93, 94, 107*, 114 zwei mal, 122*, 124, 125 zwei mal**, 128,133,141*, 145*, 149*, 170, 171 zwei mal*, 174,177*, 189,190, 193,196*, 206, 222*, 225, 234, 249, 252*, 263, 273, 289*. Der Sternhinter der Seitenzahl bedeutet, dass daselbst Worte des Krateuas im griechischen Original Vorkommen; die übrigen Stellen sindzum Thcil aus den vorhin von mir citirten Stellen der Alten ent-lehnt. In vielen jener Stellen stimmt Krateuas mit Dioskorideswörtlich überein; in einigen, — das ist das merkwürdigste, — indenen er von ihm abweicht, stimmt er dagegen mit Plinius über-ein, so dass man deutlich erkennt, wie er von beiden benutztworden.
Dass sich auf der kaiserlichen Bibliothek zu Wien ein "Werk„des gelehrten Arztes Krateuas des Khizotomen über den Arznei-vorrath“ (tuiynoMpou hocatrnc ine (niniounv ntoi v/.yt; taiptxi ;<,•)befinde, und sogar in zwei Handschriften, das war aus dem grossenWerke des Lambecius *) über jene Bibliothek und den Anmerkun-gen, welche Kollar der zweiten Ausgabe jenes Werks hinzugefügt,längst allgemein bekannt. Die eine Handschrift besteht aus
1) JLambecii commentarii de bibliotheca Caesarea Vindobonensi, Jl, pag. 650et 593.
2) Korundem editio altera , opera et studio Kollarii , //, pag. 120—125 nota 13.