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Buch III. Kap. 2. §. 33.
Glossen am Bande des berühmten alten constantinopolitanischenCodex des Dioskorides, beschränkt sich aber, wie Kollar bemerkt,nur auf wenige der vordem Blätter jenes alphabetisch geordnetenCodex. Die andere hält man für eine Copie jener ersten vonflüchtiger Hand in ziemlich neuer Zeit. So berichtete wenigstensKollar, und stimmte die Hoffnung, die man nach Lambecius pomp-hafter Ankündigung dieses Schatzes gefasst hatte, sehr herab. Nochtiefer musste sie durch Sprengels Urtheil über die weigel’scheAbschrift sinken, — denn dass diese von der wiener Bibliothekgenommen sei, wird wohl niemand mehr bezweifeln, und ich werdees gleich noch stricter beweisen. Am ungünstigsten aber sprichtsich Kühn *) über jene Fragmente aus, indem er erklärt, er fürchtesehr, dass sie dem Krateuas untergeschoben seien.
Um mir zwischen so verschiedenen Urtheilen wo möglich eineigenes zu bilden, bat ich meinen Freund Dr. Fenzl in Wien umeine Probeabschrift. Durch seine gütige Vermittlung erhielt ichalsbald ein Facsimile der beiden ersten Artikel des jiingern Codex,Achillios und Anemone. Bis auf einige werthlose Varianten,und was ich sonst noch bemerken werde, stimmen sie mit denbeiden gleichnamigen Artikeln des Dioskorides buchstäblich über-ein. Die bei diesem vorkommenden Synonyme, und die darauffolgenden Beschreibungen fehlen; gleich nach den Namen folgendie Wirkungen. Am Schluss des Artikels Anemone fehlt auchalles, was Dioskorides über die Verwechselung dieser Pflanze mitandern sagt, und wenn dieser bei der Wirkung von zweierleiAnemonen spricht, so ist bei Krateuas nur von einer die Bede.Dagegen hat der Artikel Achillios am Ende noch folgenden Zu-satz: n/.f] de v.nsrt'iact /teiä aSoryyiaq nalttidq , zu ;ru/.cutt ziovelxcuv xai dmevjznvhoza (sic.! lege dvoennohoza) freqcmevei' SrjQade y.one'tna xai /.lezcc fiekezi ftiyeiou eoziv cevaxathaQzixrj. Undschon das latinisirende äqovyyia scheint das spätere Alter desZusatzes zu verrathen. Diese zwei Artikel entsprechen also dem,was Sprengel über die weigelschen Proben sagt, und stehen
1 ) Kühn opuscul. acadtm. II, pag. 106.