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Buch III. Kap. 5. §, 4P
Hystaspis, der von 521 bis 485 v. Chr. regierte. Und Heerenselbst sagt 1 ) gewiss sehr richtig: „man wird dann nicht zweifeln,dass es eine karthagis che Literatur gab, die von den Erstender Xation gepflegt ward, und zwar nicht etwa bloss eine poeti-sche, sondern eine prosaische. Ein Werk von dem Umfangewie das des Mago kann weder das erste noch das einzige sein“.Mit vollem Recht müssten wir demnach die Anfänge der karthagi-schen Literatur mindestens noch hundert Jahr zurück verlegen,in die Zeit des Solon und seiner Vorfahren. Und von einersolchen Literatur sollten die Griechen ganz und gar nichts mel-den? nicht einmal Aristoteles, der die Trefflichkeit der karthagi-schen Staatsverfassung pries und entwickelte? Standen dochGriechen und Karthager seit langer Zeit in Sicilien in der viel-fachsten Berührung. Von Ptolemäos Philadelphos wissen wir 2 ),dass er nicht allein griechische Bücher sammelte, sondern auchchaldäische ägyptische römische ins Griechische übersetzen liess ;ja was noch mehr, „dass Demetrios den Philadelphos daraufaufmerksam machte, wie bei den Aethiopen Indern PersernElamiten Babyloniern Assyriern Chaldäern Römern PhönikernSyrern Griechen, so wie in Jerusalem und Judäa noch werth-volle Schriften befindlich seien u. s. w.“ Hätten die Karthagerauch hier neben den Phönikern ausgelassen werden können, wennWerke wie das des Magon schon damals bei ihnen existirten?Es ist wahr, die älteste Schilderung der Umgegend von Karthago,die wir besitzen 3 ), zeigt uns schon Gärten au Gärten, Pflanzungenund Wiesen, mit Kanälen durchschnitten, mit prachtvollen Land-häusern übersäet; aber diese Schilderung bezieht sich doch erstauf die Expedition de3 Agathokles, auf das Jahr 310 v. Chr.Dazu kommt Magon’s eigener Ausspruch bei Columella 4 ): „Wer
1) Heeren histor. Werke AV//, S. 113 Anmerkung.
2) Siehe Ritschl die alexandrinischen Bibliotheken , S. 34 , 35. Vergl.Wegenerde aula Altalica pag. HO , Hl.
3) Biodor. Sicul ., bei Ilv.eren a. a. 0. Seife tll.
i) Colum. J. rap. 1 sect. LH.