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Buch III. Kap. 5. §. 41.
Und dieser Zeitbestimmung scheint auch Drumann ') sich zuzu-neigen, da er der Gefangennehmung des Sextilius erst nach derverunglückten Expedition des M. Antonius gegen die Seeräuber,also nach 74 v. Chr., gedenkt. Welchen dieser drei SextilierVarro bezeichnen wollte, lässt sich nun zwar mit voller Sicherheitnicht entscheiden; indess spricht die grössere Wahrscheinlichkeit,wie schon Pighius eingesehen, für den ersten und ältesten.
Denn nach Dionysios, der sein Werk dem Prätor Sextiliussandte, lässt Varro den Diophanes Bithynos dasselbe noch-mals überarbeiten und abkürzen; und dieser kann nicht wohlspäter als etwa 80 bis 70 v. Chr. geschrieben haben. Er widmeteseine Arbeit dem König Dejotarus, der um 50 v. Chr., als Cicero in Ivilikien weilte, schon so alt war, dass er von mehreren Männernaufs Pferd gehoben werden musste.
Jetzt haben wir also, ausser der ersten lateinischen Ueber-setzung des Mago. die unverkürzt geblieben sein mag, schonzwei mehr und mehr abgekürzte gri ec h i ch e Bearbeitungen des-selben. Und nun spielt das Stück bei Suidas weiter, der alsoberichtet: „ Asinius Pollio der Trallianer, Sophist und Philo-soph, lehrte zu Rom unter Pompejus dem Grossen, und übernahmdie Schule des Titnagenes. Er schrieb einen Auszug derGeorgika des Diophanes in zwei Büchern, u. s. w.“ Wiesein Xante zeigt, war der Trallianer ein Freigelassener desAsinius Pollio. Der erste Asinius, der den Beinamen Pollio führte, war geboren im Jahr 75 v. Chr., konnte also vor demJahre 57 niemand frei lassen; und ins Jahr 48 fällt bekanntlichdie pharsalische Schlacht, die Pompejus den Grossen vernichtete.Zwischen diesen Jahren haben wir demnach die Thätigkeit desTrallianus zu suchen.
Das ist das erste recht augenfällige Beispiel des Excer-pirens Interp olirens Castrirens, dem wir begegnen. In