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Buch III. Kap. 5. §. 41.
Magon’s Werk knetet Dionysios allerlei griechische Brocken ein,und zieht gleichwohl die acht und zwanzig Bücher des Karthagersbis auf zwanzig zusammen; Diophanes verkürzt sie bis auf sechs,Trallianus bis auf zwei Bücher; was mag darin von Magon übriggeblieben sein?
Ueber den wissenschaftlichen, besonders botanischen Gehaltder Bücher des Magon und seiner Bearbeiter lässt sich nach denwenigen Stellen, die sich daraus erhielten, nicht urtheilen, nochweniger entscheiden, was davon wirklich ihm angehört, was seineBearbeiter, Gott weiss woher genommen, hinzuthaten. Die Stellen,die dem Magon selbst zugeschricben werden oder über ihn Nach-rieht geben, sammelte Heeren am öfter angeführten Ort. Daswenige darunter, was sich auf Pflanzen bezieht, wollen wir kurzdurchgehen.
Einige Vorschriften, die Cultur des Weinstockes betreffend,bei Columella (III, cap. 12 sect. 5, cap. 15 sect. 4 und 5, IV,cap. 10 sect. 1, V, cap. 5 sect. 4) eben so die des Oelbaums,bei demselben (de arboribus cap. 17 sect. 1) und Plimus (XVII,cap. 12 sect. 19, cap. 18 sect. 30), die der Bäume, welche manaus Samen zieht, bei demselben (XVII, cap. 10 sect. 11 j, und dieman durch Stecklinge zieht, bei demselben (cap. 11 sect. 16), sindmeist ökonomisch zweckmässig, doch natur-wissenschaftlich un-bedeutend. Interessanter für den Botaniker wäre eine Reihe vonAngaben bei Plinius (XXI, cap. 17 sect. 68, und 18 sect. 69)über verschiedene schilf- oder binsenartige Pflanzen, deren Sten-gel man bei Karthago, vermuthlich zu allerlei Geflechten, sorgsamzu erndten pflegte, wenn sie mehr enthielte als die Namen, dieZeit wann, und die Art wie sie zu sammeln sind. Die Wortelauten: „Albucus (d. i. Asphodelus ramosus) besitzt einen ellen-hohen, weitläuftigen, reinen und glatten Schaft. Darüber schreibtMago vor, man solle ihn zu Ende März und Anfang April, wenner geblühet, sein Samen aber noch nicht angeschwollen ist, ab-
I) Bei Heeren a. a. 0. S. 5.36 ist diese Stelle sehr verkürzt, und derName Albums verdruckt.