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Buch III. Kap. 6. §. 45.
ein Werk über Libyen , eine kurze Monographie der Pflanze Eu-phorbia, und endlich ein Werk unter dem Titel die Physiologen.
Aus der arabischen Geschichte erhielt sich bei Plinius noch ziemlich viel. Juba schrieb dies Werk in mehreren Büchernfür Cajus Cäsar, des Augustus Adoptivsohn , der sich zu einemFeldzuge in Arabien vorbereitete, und entflammt war von desWunderlandes Huf 1 ). Er selbst kannte Arabien nicht, und welcheVorgänger er benutzte, wissen wir nicht. Von den Nachrichtendes Agatharchides und Artemidoros weichen die seinigen oft sehrab. Standen ihm, dem Kenner semitischer Sprachen, vielleichtden Griechen ganz unbekannte Quellen offen ? etwa pliünikischeReiseberichte aus der Bibliothek seines Grossvaters Hiempsal, aufdie wir gleich zurückkommen werden? Daraus würde sich vieleserklären, Entstehung und ganze Beschaffenheit der Schrift. Ausgriechischen Quellen konnte der, dem sie bestimmt war, unmittel-bar schöpfen, aus phönikischen nicht. Ueber Afrika zeigt sichJuba wohl unterrichtet und keineswegs leichtgläubig; über Arabienberichtet er die wunderlichsten Sachen, vielleicht nur um ihre Prü-fung herbeizuführen. Ich übergehe das rein Geographische Zoo-logische und Mineralogische, und stelle nur die sehr zerstreutenbotanischen Angaben zusammen.
Von der Insel Tyios im persischen Meerbusen erzählt Plinius 2 )von Baumwoll bäumen (arbores gossypinae), und fügt hinzu:„Juba berichtet, die Wolle umgebe den Strauch (circa fruticemesse; sollte es nicht heissen circa fructum?), und die Gewebe über-träfen die indischen. Die arabischen Bäume aber, aus denen manGewänder mache, würden Cynae genannt, an Blättern der Palmeähnlich.“ Vielleicht ist auch das folgende von Juba entlehnt:„Auf den Inseln Tyios blühet auch ein anderer Baum wie eineweisse Viole, doch viermal so gross und geruchlos. Auch ist danoch ein ähnlicher Baum mit rosenrother Blüthe, die sich,
1 ) PI in. hist. nat. XII, cap. 14. sect . 31.
2 ) Jbid. XII, cap . 10, 11 sect. 21, 22.