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Buch IX. Ivnp. 3. §. fh
schon die wenigen mir zugänglichen Fragmente vielfache Spureneines streng schulgerechten Baus. Es ist ein System der Baum-zucht und des Ackerbaus, errichtet auf physikalischer Grundlage,ausgehend von allgemeinen Principien, allmälig fortschreitend bisin das feinste Detail der Behandlung jeder besondern Culturpffanze,und ihrer Benutzung, wobei auch die nutzbaren wildwachsendenPflanzen nicht vergessen werden. Xeben diesem System her undmit ihm aufs engste verknüpft, zieht sich ein anderes eben so durch-gearbeitetes System der Astrologie, und vielleicht neben diesemnoch eins der Magie durch das ganze Werk. Doch letzteres, wennes vorhanden war, hat Ihn Alawwäm so aufgedröselt, dass unsstatt leitender Grundsätze der Zauberkunst nur die Anweisung zurBereitung verschiedener Talismane und dergleichen mehr übrigblieb. Zu den astrologischen Vorschriften bedurfte es einer festgeregelten Zeitrechnung, und indem Qütsämi den grössten Werthbei allen landwirthschaftlichen Verrichtungen auf die Constellationdes Mondes und der Sonne legte, so musste er ausser den Monds-monaten zu 28 Tagen auch feste Sonnenmonate in Anwendungbringen. Jene benennt er nirgends mit eigenen Namen, sondernbegnügt sich, vom Neumond oder Vollmond aus entweder dieGrade am Himmelsbogen, die der Mond durchlaufen soll, oder auchnur die Tage zu zählen. So bezeichnet er das erste Mondsvierteldurch vierzehn Tage oder neunzig Grade nach dem Neumond u. s. w.Die zwölf Sonnenmonate aber werden bald durch den Eintritt derSonne in die verschiedenen Zeichen des Thierkreises, bald und zwaram häufigsten gradezu durch ihre bekannten syrischen Namen be-zeichnet. Darauf, dass unter den Zeichen des Thierkreises auchschon die V age vorkommt *)> die den Griechen zu des Aratos Zeitnoch unbekannt war, lege ich keinen Werth, da mich Ideler * 2 ) über-zeugt hat, dass all jene Zeichen nicht von den Griechen erfunden,sondern ihnen von den Orientalen überliefert waren, und folglich
J) Z. B. bei Ibn Alawwam 1 , pag. 223 und öfter.
2) Ideler über den Ursprung des Thierkreiscs , in den Abhandlungen der ber-liner Akademie der Wissenschaften aus dem Jahre J838, 1J , S. 1 ff.