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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 4. §. 26.

rectificationibus, publico omnium usui, conservandae Sanitatis,recens exarati etc. Argentorati apud Jo. Scbottum. 1531. fol.Unter den nicht natürlichen Dingen sind zu verstehen 1. Luft,2. Speise und Trank, 3. Bewegung und Ruhe, 4. Schlaf und "Wa-chen, 5. Verdünnung und Verdickung der Säfte und 6. FreudeZorn Furcht und Angst. Wie nun diese sechs Dinge in verschie-denen Modificationen der Gesundheit Zusagen oder schaden, undwodurch ihrer Schädlichkeit zu begegnen sei, das wird in vierzigvollkommen gleichmässig eingerichteten Tabellen auf eben so vielSeiten dargestedt, deren jeder eine Seite Text zur speciellen Er-läuterung gegenüber steht, und denen eben so viel generelle Ka-nons vorausgehen. Eine compendiöserc Diätetik mit Einschlusseines beträchtlichen Theils der Therapie lässt sich kaum denken.Eine ansehnliche Menge von Arznei- und Nahrungspflanzen wirddarin auf ganz gleiche Weise wie die Gymnastik des Leibes undder Seele abgehandelt; und alles, was vorkommt, sei es eine Pflanze,ein anderer Naturkörper, ein Kunstproduct, ein Leiden oder eineHandlung, wie Schlaf, Schlaflosigkeit, Trunkenheit, Reiten, Jagd,Ballspiel, selbst die verschiedenen Winde und Jahreszeiten u. s. w.stellt wenigstens die gedruckte Ausgabe unter den Erläuterungenin einer Reihe kleiner nicht schlecht gezeichneter Holzschnitte dar,ob in Nachahmung der Handschrift oder nach eigener Wahl, wirdnicht gesagt. Manche der Pflanzen und Thiere, wiewohl kaumfünf viertel Zoll hoch, lassen sich sehr gut erkennen. Eine Probedamaliger Physiologie bietet unterandern der zehnte Kanon dar,worin es heisst: „Die Philosophen behaupten, alle Samen wärenheiss und feucht wie das Sperma, und gleichsam die Quintessenzder Pflanzen, insofern sie das Princip der Fortpflanzung sind. ZumBeweise führen sie an, dass einige Pflanzen viele Samen tragen,weil sie schwächerer Constitution sind. Denn den Pflanzen sol-cher Constitutionen hätte die Natur viele Samen verliehen, damitdie Menge ihnen die Kraft ersetze. Dazu wären auch den scliwä-chern Thieren mehrere Gliedmaassen gegeben. Und deshalb wärenviele Samen in Lappen gespalten, dass, wenn einer in der Erdezu Schaden käme, der andere übrig bliebe, u, s, w.‘‘ Denn hieran,