281
Buch X. Kap. 6. §. 40.
sie Zucker daraus. — S. 59: in Ivorkus wächst die Zeitlose,welche ausgeführt wird. (Dazu bemerkt Mordtmann: „Im Textsteht S u send scher d, was in den Wörterbüchern nicht aufzufin-den ist; Surendschan dagegen hat die in der Uebersetzungausgedrückte Bedeutung.“ Dieser Conjectur kann ich nicht bei-treten. Die Zeitlose, das xob/jxov des Dioskorides oder Sürangänder Araber, ist eine so weit verbreitete Pflanze, dass sich ihreAusfuhr aus einer begrenzten Gegend Persiens nicht denken lässt.Ivorkus aber lag dicht neben Süs, dem alten Susa, der Stadt,von der die Lilie oder wahrscheinlicher eine uns noch unbekannteLiliacee bei Persern und Arabern den Namen Susan erhielt. Einwohlriechendes aus Lilienbliithen bereitetes Oel, dessen AnfertigungDioskorides I, cap. 62 ausführlich beschreibt, hiess schon zu seinerZeit nicht allein acht griechisch v.qivivov, sondern gewöhnlicherSovotvov; ein Beweis, dass das aus der Lilie von Susa bereiteteOel schon damals in hohem Bufe stand, obgleich man ein Surro-gat desselben in Griechenland aus Lilium candidum verfertigte.Es ist also, wenn ich nicht sehr irre, die Lilie von Sus, vonder Aliszthachri spricht. Ihr Name ist freilich Susan, aber Süsan-gard würde im Persischen heissen, aus Susan bereitet; esmuss also der Name des Oels sein, welchen Aliszthachri etwasungenau statt des Namens der Pflanze, woraus es bereitet wird,setzte). — Daselbst: in Eam Ilormus findet man Dattelp alm enWalnüsse Schnee und Zitronen. (Da könnte man auf dieVermuthung kommen, das durch Schnee übersetzte Wort müsseverdorben sein, und auch eine Fruchtart bedeuten; allein in einemso warmen Lande dient der Schnee wie die Zitrone zur Abkühlungdes Getränks. Daher ihn Aliszthachri häufig mit Früchten zugleichnennt, und nirgends sein Vorkommen unter den Segnungen desLandes anzuzeigen versäumt). — S. 67: an den Ufern des SeesBasfahnie (in Fars ) sind Sümpfe mit Bohr Papyrusschilf Binsenu. s. w., welche die Bewohner von Schiras benutzen. — S. 69:In der Landschaft Darabdscherd (in Fars ) ist die grösste StadtFasa (zwischen Schiras und Darab). Das Holz ihrer Häuser istmeist Cedernholz (ohne Zweifel von Cupressus horizon-