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Buch XI. Kap. 2. §. 52.
Färbung um 1075 schrieb. Citirt wird er von keinem mir bekanrr-,ten Schriftsteller des Mittelalters; denn der Stephanus, dessenSynonyma Simon Januensis so häufig citirt, muss ein lateinischerSchriftsteller gewesen sein. Benutzt hat ihn aber, ohne ihn zunennen, schon um 1280 Nikolaos Myrepsos , bei dem sich nichtnur manche ungewöhnliche Benennungen der Arzneimittel desStephanos , die ausserdem nur noch bei den Glossatoren Vorkom-men, sondern ganze Composita mit geringer Abweichung wieder-holen. Am auffallendsten zeigt sich das bei den Decocten, dieNicolaos am Schluss seiner Sectio XIX beschreibt. So entsprecheneinander:
Nikol, nr. 15 u. Steph. pag. 4G B. Nik. nr. 24 u. Steph. pag. 51 B.
„ „ lt ,, ,, ,, 11 B. ,, ,, 25 ,, ,, ,, 10 B.
„ 20 „ „ „ 11 A. „ „ 26 „ „ „ 57 B.
>> » 21 ,, ,, ,, 6< A.
Den meisten Decocten setzt Nikolaos jedoch noch etwas zu, wasStephanos nicht hat, woraus ich schliesse, dass jener diesen, nichtdieser jenen benutzte Auffallend ist aber bei dem ausserordent-lichen Reichthum des Stephanos an Arzneikörpern, die sich inseinem kleinen Buch von nur 76 Blättern in klein Octav zusam-mendrängen, dass ihm gleichwohl viele der beliebtesten bei Arabernund spätem Occidentalen häufig vorkommenden Arzneikörper undBereitungsarten fehlen. Ich meine die Syrupe u. dgl m., denMoschus, die Muskatnuss, das Anakardion, die verschiedenen Artendes Santalum u. s. w, wiewohl einige derselben sogar schon früherhin und wieder einmal genannt werden. Dürfen wir annehmen,dass diese neuen Arzneien im Abendlande eins nach dem andernallmälig Eingang fanden, so ergiebt sich daraus, das Stephanos
innerhalb der angedeuteten Zeitgrenzen dem Simeon Seth näher© ©
stehen muss als dem Nikolaos Myrepsos , also wahrscheinlich um1100 schrieb. Für älter halte ich ihn deshalb nicht, weil bei MichaelPsellos , der seine Diätetik um 1050 schrieb, die neuern orientali-schen Früchte und Spezereien noch ganz fehlen.
lieber den wahren Antheil des Stephanos Magnetes am AI-phabetum empiricum wird uns wohl erst eine nähere UntersuchungMeyer, Gesch. d. Botanik. III. 24