376 Buch XI. Kap. 2. §. 53.
Nikol. Myr. errüth glücklich, dass Oxyporon statt Oxypurin zulesen sei, was der pariser Codex bei Dufresne bestätigt, wiewohlauch die andre Form möglich wäre. Er hält das aber für dieBezeichnung jeder Abführung ohne Unterschied; Stephanos be-belehrt uns, dass es Synonym von Peplion war, was schon beiGalenos XII, pag. 97 edit. Kühn., Oribasios XIV, cap. 14 undderen Nachfolgern vorkommt, und nur Nebenform ist zu PeplisDioscor., das heisst Euph orbia Peplis. Minder glaubwürdigist ein botanisches Glossar bei Dufresne , was Oxypuron durchTithymallon erklärt.
Ozochireas gummi, folia Isatidis cum Coriandro viridi et Laser-pitio imposita, St. p. 57 A. In der Parallelstelle bei Nikol.Myr. XIX, nr. 2ß lauten die Worte bei Dufresne nach dempariser Codex: ^/Loyoi^iac; /.oji njv xai ßtvtcnv rfrl/.a . und inder Uebersetzung von Fuchs: Azochoereae comam, Veneti folia,Coriandri viridis et Lassari illita. Die zwiefache Schreibart desersten Namens, den Wolf in seiner Handschrift unstreitio-o-loyoioeag gelesen, bietet so viele Vermuthungen dar, dass sichkeine lesthalten lässt, zumal da wir nicht einmal sicher sind, obwirklich das Gummi oder der Blattschopf der Pflanze benutztward. Dass statt Isatidis warscheinlich Benetidis zu lesen sei,sagte ich schon unter Benetin. Ob Laser oder Laserpitiumrichtig ist, bleibt vollends ungewiss. Gebraucht ward das ganzeCompositum zur Linderung gegen Phlegmonas totius corporis,fervores et erysipelata, sollte also vermuthlich kühlen.
Parthenudin, quae Mercurialis dicitur, St. p. 11 B. Die For-men /iaQÜii'ni’ö»i und TrciQÖtvovöt statt des altgriechischen n«o-d-tviov hat Dufresne . TlctotHvtor steht schon bei Dioskorides IV,cap. 188 als Synonym von hvoiweme; oder Mercurialis, unddafür erklärt es auch noch ein Glossar bei Dufresne .
Peplium, siehe Oxyporon.
Percoboscum, St. p. 59 .V, gebildet wie das ächtgriechischeElaphoboscum, kann dem Wortsinn nach Uebersetzung deslateinischen (Smyrnium) Olus atrum sein. Den Namenfinde ich jedoch nirgends weiter.