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Buch XI. Kap. 3. §. G3.
Magdunensis, Odo Muremundensis und Albertus de
Aulica; es ergiebt sich daraus mit vieler Wahrscheinlichkeit, dass
Macer Floridus nicht des Verfassers Name, sondern des Buches
Titel war, und etwa so viel bedeuten sollte wie Aemilius Macer
redivivus, ein neuer, neu aufbliihender Macer, in gleicher Weise
wie der Verfasser eines Kochbuchs, wovon ich im vorigen Bande
gesprochen, vermuthlich nicht Apitius hiess, sondern seinem Buche
diesen Namen als Titel trab. Allein welchen Namen nun der Ver-
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fasser unsres Gedichtes trug, bleibt dabei völlig ungewiss; daherich vorläufig mit Choulant den bekanntesten Namen Macer Flo-ridus beibehalte.
Hallers 1 ) Vermuthung, der Verfasser wäre ein Franzose,weil er Isatis durch Gaisola (in unseren Text steht Gaisdo, wasaber keinen Unterschied macht), Solanum durch Maurella übersetzt,theilt auch Choulant, und führt zur Bestätigung noch die NamenJusquiamus, Paratella und Gingiber an. Renzi bekämpft sie, undhält den Verfasser für einen Salernitaner. Mit Recht wendet erein, dass jene Pflanzennamen mit geringen Abweichungen ebensowohl italiänisch als französisch sind. Wenn er jedoch grossesGewicht darauf legt, dass der Verfasser nicht sagt Galli, sondernLatini maurellam dicunt, und der Meinung ist, derselbe hättedadurch die Italiäner sehr bestimmt bezeichnet, so kann ich ihmnicht beipflichten. Latini nennen sich zu oft lateinische Schrift-steller der verschiedensten Nationen. Es giebt aber andre Gründe,die kräftiger für Renzi’s Meinung sprechen. Dahin gehört desVerfassers unverkennbare Kenntniss der griechi 8 chen Spra-che, die in Frankreich zur Zeit des Mittelalters zu den grösstenSeltenheiten gehörte, in Unteritalien zum Theil noch lange dieSprache des Volks und des Gottesdienstes blieb 2 ), so wie der Gc-
1) Haller bibliotheca boianica 1 , pag. 215.
2) Das macht bei andern Gelegenheiten auch Renzi geltend, unterandernin der Collectio Salernitana 1 , pag. 113 , und stellt es als bekannte Thatsachehin, die keines Beweises bedarf. Ich führe nur Einen an, nämlich das Messe-lesen in lateinischer und griechischer Sprache in einer Kirche unweitMonte Cassino im Jahr 884, nach Tosti storia della badia di Monte Casiino 1 ,pag. 48, könnte aber leicht mehrere beibringen.