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Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 4. §. 65.

uxore Petri clerici filii Adelferii medici. Ich weiss nicht,wie sich Kenzi am Ende des zweiten Theils seiner Collectio überdiese Worte, die so deutlich von der Frau eines Klerikerssprechen, geäussert haben mag. Sollte nicht beim Sohn wie beimVater medici statt clerici zu lesen sein?

In einer Urkunde von 1035 bei Renzi ist die Rede von einemClericus et medicus Petrus, und in zwei etwas spätem voneinem Clericus et medicus Ilyacinthus, der um dieselbeZeit gelebt haben muss. In spätem Urkunden wiederholt sich die-selbe Bezeichnung noch mehrmals; doch weit öfter ward des geist-lichen Standes der Aerzte nicht gedacht.

Zwei auf die salernitanische Schule bezügliche Begebenheiten,die der Zeit nach jetzt folgen, erzählt Ordericus Vitalis , ein nor-mannischer Historiker, der bald nach 1140 schrieb. Beim Jahre1059 berichtet er 1 ), wie Rodulfus genannt Mala Corona,ein viel gereister, in fast alle Wissenschaften tief eingeweihterMann, von dem, wie es an einer andern Stelle heisst, die Greiseihren Kindern und Enkeln mit Bewunderung erzählen, nach Sa-lerno kam, und fährt fort: „Physicae quoque scientiam tarn co-piose habuit, ut in urbe Psaleritana, ubi maximae medi-corum scholae ab antiquo tempore habentur, neminemin medicinali arte praeter quandam sapientem matronamsibi parem invenerit. Das ist die älteste bekannte Erwähnung dersalernitanischen Schule, so wie einer gelehrten Saler-nitanerin. Später kommen die Mulieres S alernitanae häu-fig, Eine derselben Trotula sogar als bekannte medicinischeSchriftstellerin vor.

Ein andermal erzählt derselbe Historiker 2 ) beim Jahr 1084folgende Geschichte. Zur Heilung einer in der Schlacht empfan-genen Wunde schickte Robert Guiskard Herzog von Calabrien und Apulien, der damals auch schon Salerno erobert hatte, seinen

1) Or clerici Vilalis historiae ecclesiasticae über 111, in Du Che s nehistoriae Normannorum scriptores, hütet. Paris . 1619 in Jol., pag. 411. Die fol-gende Stelle pag. 464.

2) lbidsm liber I 11. pag. 644.