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Buch XIII. Kap. 2. §. 15.
der grossen Hitze, welche dort herrscht, und verhärtet sich.(Vielleicht Boswellia papyrifera Bich.; vergl. meine botan. Erläut.zu Strabons Geographie S. 134 ff.). — Cap. 41. Auch im Gebietvon Dulf'ar (Dafar bei Niebuhr, nordöstlich von Schehr) wächstviel Weihrauch.
Das sind sämmtliche Nachrichten über Pflanzen, die ich beiMarco Polo finde. Ich gebe sie vollständig, weil sie den Botanikernkaum bekannt sind. Ein Mann seiner Art hätte uns nach solchenReisen leicht mehr darbieten und vollständiger belehren können. Ihmeinen Vorwurf daraus zu machen, dass er es nicht gethan, wäreungerecht. Aber zu hoher Ehre gereicht ihm die Naturtreue seinermeisten Nachrichten, zumal im Vergleich mit denen seiner Nach-folger, zu welchen wir jetzt kommen.
§. 15.
Odoricus de Porto Naonis.
Der erste, der in Polo’s Fusstapfen trat, war der nach seinemTode heilig gesprochene Franciscanermönch Odoricus de PortoNaonis (aus Pordenone oder Portenau im Friaul ), der, geborenum 1286, im Jahre 1318, wie er selbst sagt, seine Missionsreisenach China antrat, und fast denselben Weg nahm, auf welchemPolo zurückgekehrt war. Ueber Konstantinopel und Trapezuntging er durch Armenien und Persien nach Ormuz, von da längsder Küste Malabar über Zeilon und den indischen Archipelagus nachChina und weiter bis Tiibet. Da schliesst die Beschreibung seinerReise; den Weg, auf welchem er 1330 zurückgekehrt, kennen wirnicht. Das Jahr darauf starb er.
Auch von dieser Reisebeschreibung, die ursprünglich lateinischgeschrieben ward, giebt es mehrere kürzere und längere, und auchausserdem oft weit von einander abweichende lateinische und italiäni-sche Handschriften und Ausgaben, die ich um so weniger alleanführe, als man wenigstens die letztem in den bibliographischenWörterbüchern von Ebert und Brunet ausführlich verzeichnet findet.Noch im Jahr 1330 dictirte Odoricus seine Reise selbst einem seinerOrdensbrüder Guilelmus de S olona oder Solagna, und diesen
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