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Buch XIII. Ivap. 4 .§. 21.
schreiben von ihm sagt. Tiraboschi *), der unter den neuernLiterarhistorikern am gründlichsten von ihm handelt, belehrt uns,dass jener Campanus der als Commentator des Euklides be-kannte Mathematiker und Astronom sei, welcher eins seiner Werkedem Papst LTban IV (regierte 1261—1264) widmete. Dieser Freundlobt das ihm vorgelegte Werk mit vollem Recht. Der Verfasserscheint es Synonyma medicinae genannt zu haben; Campanussagt, er wolle ihm den Titel geben: „Clavis sanationis, elabo-rata per magistrum Simonem Januensem (oder Genuensem,wie die mir unbekannte Editio princeps lesen soll), domini papaesubdiaconum et capellanum, medicum quondam felicis memoriaedomini Nicolai papae quarti, qui fuit primus de ordine minorum.“Daraus ergiebt sich die Zeit des Werks mit ziemlicher Genauigkeit.Nicolaus IV regierte von 1288 bis 1292. Ihm folgte nach mehr alszweijähriger Vacanz Cölestinus V , der nach wenigen Monatenwieder abdankte; worauf Bonilaeius VIII vom December 1294 bisOctoberl304 auf dem päbstlichen Stuhle sass. In dieserZeit muss folg-lich Simon sein Werk geschrieben haben. In der Aufschrift seinesBriefes bezeichnet Campanus seinen Freund als Canonicus Kotho-magensis und sich selbst als Canonicus Parisiensis, wodurch sicheinige Neuere verleiten Hessen , beide für Franzosen zu halten.Es leidet indess keinen Zweifel, dass Campanus aus Novara . Simonaus Genua war. ungeachtet der französischen Canonicate, derensie genossen. Nach den meisten Neuern soll letzterer eigentlichSimon de Cordo heissen, Merklin in seinem Lindeuius renovatusund nach ihm Grässe nennen ihn Simon Geniates a Cordo;aber keiner giebt seine Quelle an, und schon Tiraboschi erklärtnicht zu wissen, wie man auf den Namen de Cordo gekommensei. \\ ozu also die stete Wiederholung der wahrscheinlich aufirgend einem Missverständniss beruhenden Nachricht? Zur Zeitdes Nicolaus hielt sich Simon als dessen Leibarzt ohne Zweifel ampäbstlichen Hofe auf, später scheint er nach seiner Vaterstadt zu-rückgekehrt zu sein, und daselbst sein Werk beendigt zu haben;
1) 2 iraboschi 11 /;ay. lol und 'M)l der römischen Ausgabe.Meyer, Gesch. d. Botanik. IV. U