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Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. 4. §. 21.

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Auch darin erkennt man, wie Simon der Ausbildung der Heilkundebeinahe seine ganze Thätigkeit widmete. Endlich sollen sich inder pariser Bibliothek noch einige handschriftliche Randglossen desSimon de Janua zum Alexander latrosophista befinden, welcheDu Fresne im Verzeichniss der zu seinem Glossar der Latinitätdes Mittelalters benutzten Schriftsteller anführt.

Bleiben wir beim Wörterbuch stehen, so müssen wir zwareinräumen, dass es im Ganzen mehr grammatisch als naturwissen-schaftlich gehalten und voller Irrthümer ist, welche spöttelnd auf-zudecken die philologischen Mediciner des sechzehnten Jahrhundertssich angelegent sein Hessen ; können jedoch nicht zugeben,dass es ihm an eigner Naturbeobachtung fehle. Des Ver-fassers Zweck war, die wüste Nomenclatur der Medicin zu säubernund zu erläutern; dazu dienten ihm seine Naturbeobachtungen nurals Mittel, und nicht einmal als Hauptmittel; wichtiger war ihm dieVergleichung griechischer arabischer lateinischer Schriftsteller undder Namen, womit sie dieselben Dinge bezeichnet hatten. UndSimon war der erste, der sich an diese Riesenarbeit wagte, woransich seine Nachfolger Jahrhunderte lang unablässig und meist mitgeringem Erfolg abmüheten. Wir würden daher einen ganz falschenMaassstab anlegen, wollten wir bei ihm schon grosse Resultate unddie Entfaltung eines grossen Schatzes eigner Beobachtungen er-warten. Für seine Zeit dürfen wir sein Werk als ein kühnes mitverhältnissmässig grosser Sachkenntniss im Ganzen glücklich aus-geführtes Unternehmen bezeichnen, trotz mancher verfehlter, mancheruns gradezu lächerlich erscheinender Deutungen. Aber auch nochjetzt behauptet es seinen Werth. Handelt es sich um das Verständ-niss eines Pflanzennamens aus dem fünfzehnten oder sechzehntenJahrhundert, so greift wohl jeder Botaniker zuerst zu seinemCaspar ;Bauhin; gilt es ein noch älteres Synonym, so kenne ichkein zuverlässigeres Hülfsmittel als die Clavis sanationis. Diesgünstige Urtheil durch einzelne Artikel bestätigen zu wollen, enthalteich mich. Ist doch kein Wörterbuch so schlecht, das nicht einigegute, keins so gut, das nicht einige schlechte Artikel enthält; nurein öfterer Gebrauch giebt uns ein gegründetes Urtheil über seinen