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Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. 5. §. 25.

nur als den liebersetzer des ursprünglich lateinischen Werksins Deutsche. Erst 1533, nachdem der Ortus sanitatis vergessenwar, der deutsche Gart der Gesundheit immer neue Ausgaben er-fuhr, sagt Eucharius Rhodion , der auch eine solche besorgte,in seiner Vorrede: „Hab also den alten Herbarium oder Kreutter-buch anfänglich von dem wohlerfarnen Doctor Johann Cuba , wei-land Statartzt alhie zu Franckfurt , zusamengetragen, disen Winterunder andern gschefften überlesen u. s. w.“ Doch das alles bekommtseine volle Beweiskraft erst dann, wenn sich darthun lässt, dassdie deutschen Ausgaben nur UeberSetzungen der latei-nischen sind; und das will ich jetzt, auf des Werkes Inhalt ein-gehend, zu beweisen versuchen.

Die beiden Ausgaben des lateinischen Ortus sanitatis, derenich mich bediene, sind die, welche Trew so wie auch Fritze] alsdie erste und letzte betrachten. Jene hat weder Ort noch Jahrs-zahl, der Ort fehlt auch dieser, doch führt sie am Ende des Titelsdie Jahrszahl 1517. Ihre Uebereinstimmung nebst Trews Be-schreibung der dazwischen liegenden Ausgaben lässt mich aufvollständige Uebereinstimmung des Inhalts aller schliessen. IhrTitel ist zugleich Inhaltsanzeige. Er lautet:

* Ortus sanitatis de herbis et plantis. De animalibus et rep-tilibus. De avibus et volatilibus. De piscibus et natatilibus.De lapidibus et in terre venis naseentibus. De urinis et earumspeciebus. Tabula medicinalis Cum directorio generali peromnes tractatus.

Auf den ersten Blick erscheint das ganze Werk als eine Mosaik-arbeit, zusammengesetzt aus Stellen der Griechen Römer Araberund vieler theils wohlbekannter theils zweifelhafter Schriftstellerdes Mittelalters. Das Meiste lieferten Aerzte und Naturforscher,doch auch Dichter Grammatiker und Theologen trugen ihr Schärf-lein bei. Die jüngsten Schriftsteller, denen ich bei genauer Durch-sicht des ersten und längsten aus 530 Kapiteln bestehenden Tractatsde herbis et plantis begegnete, sind 1. Matthäus Sylvaticus,dessen Werk Pandecta ohne des Verfassers Namen fast in jedemKapitel vorkommt, 2) Simon Januensis, doch nicht seineMeyer, Gesch. d. Botanik, IV. 13