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Buch XIY. Kap. 1. §. 27.
die Zügel des Regiments zum Gedeihen der Künste und Wissen-schaften wie des Staats wo möglich noch glorreicher als sein Gross-vater. Ohne Fürst zu sein, erwarb er sich durch die grossartigeVerwendung seines immensen Vermögens den fürstlichen Beinamendes Erlauchten, il Magnifico. Auch Fürsten kleinerer italiäni-scher Staaten, bei denen ich mich nicht aufhalte, wirkten in glei-cher Art; einer derselben, Fürst Pico von Mirandola, gehörteselbst zu den grössten und einflussreichsten Gelehrten seiner Zeit;und der Einsicht dem Eifer der Freigebigkeit dieser Männer ver-danken wir nächst Petrarca und Boccaccio , die ihnen vorangegan-gen waren, das Meiste, was uns von klassischer Literatur nochübrig ist. Zu einer Schilderung ihrer Wirksamkeit fehlt es miran Mutli noch mehr als an Raum.
Auf dass aber das glücklich Gerettete, mühsam wieder Errun-gene, niemals wieder verloren zu gehen in Gefahr käme, tratendlich grade zu rechter Zeit die Buchdruckerkunst hinzu,zwar eine deutsche Erfindung, doch schnell auch über Italien ver-breitet, und dort gleich anfangs hauptsächlich dazu benutzt, dieWerke der Klassiker aus einem Privatbesitz der Vornehmen undReichen in Allgemeingut zu verwandeln. Ich erwähne nur derersten Ausgaben derjenigen Klassiker, welche den Botaniker vorallen interessiren, sei es im Original, sei es in lateinischer Ueber-setzung der griechischen Originale.
Plinii historia naturalis. Venetiis, per Joannem de Spira (ausSpeier), 14G9.
Dioscorides. Lat ine. Collae, per Joannem Alemannum deMedemblick, 1473. — Graece. Venetiis, apud Alduin, 1499.
T heophrasti historia et de causis plantarum. Latine vertitTheodorus Gaza . Tarvisii, per Bartholomaeum Gonfalo-nierium de Salodio, 1483. — Graece. Venetiis apud Aldum,1498.
Eine lange Reihe späterer Ausgaben dieser und andrer Werke derAlten folgte bald darauf. Die meisten erschienen in Venedig , woim ersten Jahrhundert nach Erfindung der neuen Kunst mehr ge-druckt ward als an sonst einem Orte der ganzen Welt.