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Vierter Band.
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Buch XIV. Kap. 1. §. 28.

lebhafter lange fortgesetzter Kampf zwischen den Verehrern seinerund denen der Philosophie des Aristoteles . Auch TheodorGaza ward in diese Streitigkeiten verwickelt und gehörte zu denAristotelikern. Ich weiss nicht, ob das zur Erklärung der Wahljener von ihm übersetzten Werke ausreicht; eigene Kenntniss derNatur scheint ihm gefehlt zu haben. Nicolaus V. belohnte seineLeistungen mit gewohnter Freigebigkeit, und noch mehr zog ihnsein viel vermögender Landsmann Cardinal Bessarson an sichheran, durch dessen Fürsprache ihm eine reiche Pfründe in Cnla-brien zu theil ward. Nach des Pabstes Tode 1455 berief ihnKönig A lf o n s o V. vonNeapel, gleichfalls ein eifriger Beschützerder Wissenschaften, zu sich, und crtheilte ihm einen fixen Jahr-gehalt. Nachdem er auch diesen hohen Gönner 1458 durch denTod verloren, scheint er sich auf seine Pfründe zurückgezogen zuhaben, bis ihn Pabst Paulus II. (reg. 1464 — 1471) zum zweitenmal nach Rom berief, wo er auch unter dessen Nachfolger Sixtus IV. (reg. 1471 — 1484) noch eine Zeit lang verweilte. Hier scheint er,stets mehr mit seinem Studium beschäftigt, als um zeitliche Güterbekümmert, in eine drückende Lage gerathen zu sein. SeinePfründe hatte er in den Händen ungetreuer Verwalter zurückge-lassen, und wenigstens Sixtus belohnte seine Arbeiten nicht sowie einst Nicolaus. Man erzählt, als er ihm die Uebersetzung derTliiergeschichte des Aristoteles überreicht, womit er noch von Nico-laus beauftragt war, und als ihm Sixtus dafür zum Lohn 50 Scudihabe auszahlen lassen, hätte er diese unverhältnissmässig kärglicheSumme in die Tiber geworfen, und Rom verlassen. Gleichwohlversichert einer seiner Zeitgenossen, der Historiker Jacobus Phi-lippus de Bergamo, Theodor Gaza wäre seiner Gelehrsamkeit wegendem Sixtus überaus theuer gewesen. Von Rom aus muss er sichnoch einmal nach Ferrara begeben haben, denn daselbst hörte un-ser Landsmann Rudolf Agricola in den Jahren 1476 und 1477seine Vorlesungen über die Schriften des Aristoteles . Doch balddarauf kehrte er nach Calabricn zurück, und starb vermuthlichschon im folgenden Jahre 1478.

Nicht bloss die zehn Bücher der Ilistoria plantarum,